Collagen

Vor ungefähr einem Jahr bekam Herta Müller den Nobelpreis für Literatur verliehen. Im Rahmen meiner Facharbeit habe ich mich näher mit der Schriftstellerin auseinandergesetzt und bin dabei auf eines ihrer Hobbys gestoßen: die „Sprachbastelei“ – so bezeichnet sie es selbst. Sie schneidet Worte aus Zeitungstexten aus und „bastelt“ dann aus diesen neue Texte. Teilweise baut sie die postkartengroßen Collagen in ihre Romane ein. Auch auf andere Arten veröffentlichte sie ihre kleinen Sprachkunstwerke, z.B. als Tapete, Postkarte oder ganzes Buch.

Nach Herta Müllers Aussage bekommt man durch das Formulieren mit den Zeitungswörtern ein besseres Sprachgefühl. Das hat mein Interesse geweckt und ich wollte die „Sprachbastelei“ selbst ausprobieren! Also hab ich erst einmal aus etlichen Zeitungen Wörter ausgeschnitten. Das war auf Dauer ziemlich anstrengend, aber irgendwann hatte ich einen ganzen Stapel Wörter mit denen ich das Projekt fortsetzen konnte! Dann habe ich mir (logischerweise) einen Klebestift geschnappt, um neue Sätze zu bilden. Hört sich erstmal relativ leicht an, aber wenn man in seinem Zeitungswörterberg keine Ordnung hat ist man ziemlich lange mit Suchen beschäftigt. Viel Sinnvolles ist bei meinem Versuch noch nicht herausgekommen… Auf dem Bild oben könnt ihr eines meiner kleinen Werke „bewundern“!

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