Reclam-Challenge: Irrungen, Wirrungen

Theodor Fontane gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des poetischen Realismus. Bekannt ist besonders sein Werk Effi Briest. 1888 erschien ein Roman von ihm, der den Titel Irrungen, Wirrungen trägt. Auf 180 Seiten beschreibt Fontane ein Liebesverhältnis, das aufgrund der Tatsache, dass es unstandesgemäß ist, scheitern muss. Es geht um die Beziehung zwischen Botho von Rienäcker, einem Baron und Offizier, und der kleinbürgerlichen Magdalene Nimptsch. Zunächst verbringen sie glückliche Tage miteinander, doch die beiden können nicht heiraten, da beide die Standesgrenzen nicht überwinden können. Botho erfährt zudem Druck von Seiten seiner Familie, die finanzielle Probleme hat. Er verlässt schließlich Magdalene, von allen Lene genannt, und heiratet seine Cousine Käthe. Diese ist eine gute Partie und durch die Heirat bessert sich die zuvor miserable Finanzlage der Familie von Rienäcker erheblich. Lene lernt schließlich Gideon Franke, einen Fabrikmeister, kennen und ehelicht diesen. Bis zuletzt hat Botho Sehnsucht nach seiner ehemaligen Geliebten und auch Lene hat noch Gefühle für Botho.

Fontane hat mit Irrungen, Wirrungen einen wundervollen Roman erschaffen, der die damalige Zeit wiederspiegelt. Auch wenn die Thematik heutzutage kein Problem in der Gesellschaft mehr ist, führt es doch vor Augen, dass nicht immer alles so einfach war wie heute. Standesgrenzen bestimmten damals den Alltag und konnten nur schwer überwunden werden – selbst wenn es um das Glück der betroffenen Personen ging. Die Freiheit des Individuums war damals also durch die Unmöglichkeit der freien Partnerwahl eingeschränkt.

Fazit: Das Buch ist absolut lesenswert und gehört definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher!

Einfach knuddelig…

Zufällig habe ich das Buch Der kleine Kunddeltherapeut von Kathleen Keating in einem Buchladen entdeckt.

Die kleinen Bären auf dem Cover haben mich sofort in den Bann gezogen. Auch im Buch finden sich diese als Illustration wieder. Wie schon der Titel besagt geht es im Buch um das Knuddeln – beschrieben werden Theorie, Qualifikationen, Ethik und Etikette, Kontraindikationen, Knuddelkosten, Knuddeln und Umarmen: Eine Typologie etc. mit einer Mischung aus Humor und Ernst.

Das Buch ist eine nette Abendlektüre, die einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Die Bären (und anderen Tiere) ergänzen den Inhalt perfekt und man fühlt sich beim Lesen regelrecht umarmt! Perfekt ist das 90-seitige Büchlein auch als Geschenk für einen guten Freund, dem man eine Freude bereiten und seine Zuneigung zeigen möchte. Einfach empfehlenswert!

Reclam-Challenge: Buchliste

Folgende Bücher möchte ich im Rahmen der Reclam-Challenge lesen:

  1. Educating Rita (Willy Russell)
  2. Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran (Éric-Emmanuel Schmitt)
  3. Breakfast at Tiffany’s (Truman Capote)
  4. Der Proceß (Franz Kafka)
  5. Soll ich? (Christop Fehige)
  6. Philosophiephilosophie (Richard Raatzsch)
  7. Frau Jenny Treibel (Theodor Fontane)
  8. Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen (Friedrich Nietzsche)
  9. Maria Stuart (Friedrich Schiller)
  10. Aus dem Leben eines Taugenichts (Joseph von Eichendorff)
  11. Nathan der Weise (G.E. Lessing)
  12. Woyzeck (Georg Büchner)

Einige der Bücher habe ich schon einmal gelesen; vielleicht ersetze ich diese noch durch für mich unbekannte!

Reclam-Challenge: Educating Rita

Rita versucht durch ein Studium aus der Monotonie der Arbeitswelt auszubrechen. Sie möchte die Perspektivlosigkeit ihres Lebens überwinden. Im Rahmen der Open University soll ihr der ständig trinkende Literaturprofessor Frank Bryant bei der Vorbereitung auf das Examen zur Seite stehen. Dieser möchte sie zunächst an einen anderen Tutoren vermitteln, doch durch ihre offene und direkte Art gewinnt sie ihn für sich. Es entwickelt sich eine Beziehung auf persönlicher Ebene. Der Leser erfährt, dass Rita eigentlich Susan White heißt und eine 26-jährige Friseurin ist. Rita kritisiert das Leben der Arbeiterklasse, der sie angehört, als sinnleer und monton. Durch die Kurse der Open University möchte sie sich weiterbilden und zu sich selbst finden. Im Laufe der Zeit wächst ihr Interesse für Poesie und Literatur, dabei distanziert sie sich immer mehr von ihrem Mann, ihrer Familie und ihren Freunden. Rita fühlt sich als Außenseiter und bezeichnet sich als „half-caste“, da sie nicht mehr vollständig zur Arbeiterklasse gehört, aber wegen ihres Slangs und fehlendem Allgemeinwissens auch noch nicht zur gehobenen Schicht. Schließlich verlässt sie sogar ihren Mann, da dieser gegen die Ausbildung ist.

Rita gewinnt mit der Bildung mehr Selbstbewusstsein, freundet sich mit andern Studenten an und besteht die Prüfungen mit Bravour. Frank fühlt sich von Rita im Stich gelassen und ist der Meinung, dass sie ihre Einzigartigkeit im Laufe der Ausbildung verloren hat. Sie ist jetzt wie jeder seiner anderen Studenten. Zudem versucht Rita nicht mehr den Slang der Arbeiterklasse zu sprechen. Aber auch Rita erkennt, dass das Leben in der gehobenen und gebildeten Schicht nicht perfekt ist, als ihre Mitbewohnerin an einem Selbstmordversuch scheitertet.

Frank wird von seiner Freundin verlassen und wird von Studenten aufgrund seines überhöhten Alkoholkonsums gemeldet. Daraufhin wird er nach Australien geschickt. Er möchte, dass Rita ihn begleitet.

Das Stück Educating Rita von Willy Russell ist ein Drama, das aus 2 Akten besteht. Gelesen habe ich es als Fremdsprachentext – also in der Originalsprache Englisch. Entgegen meiner Erwartungen stellte sich das Stück als durchaus lesenswert heraus. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, dass man sich verändern kann – wenn man den Willen dazu hat. Bei der Veränderung geht es nicht um Äußerlichkeiten wie die Frisur, sondern um den Charakter und das Wesen des Menschen. Des Weiteren zeigt es die Ähnlichkeit der Menschen auf – egal aus welcher Schicht sie kommen. Jeder kann Probleme haben und sich „unwohl“ in seinem Bekanntenkreis fühlen. Rita wird langsam Teil der gebildeten Schicht, die sie als die bessere erachtet, und in der sie sich freier fühlt als in der Arbeiterschicht. Frank dagegen mag Ritas Art, die sie zu Beginn des Stückes hat und die sie als typisches Mitglied der Arbeiterklasse charakterisiert. Die Bildung, die an Universitäten gelehrt wird, ist für ihn nur ein Spiel mit bestimmten Regeln, an die man sich zu Halten hat. Für Cleverness ist dort kein Platz. Folglich ist auch die Unterschiedlichkeit von Sichtweisen eine Thematik des Dramas.

Insgesamt ist das Drama durchaus lesenswert, zählt aber definitiv nicht zu meinen Lieblingslektüren!

Reclam-Challenge 2011

Aus Zufall bin ich auf die Reclam-Challenge gestoßen. Initiiert wurde diese von Franziska Huhnke in ihrem Blog http://buecherchaos.wordpress.com/. Es geht darum mindestens 12 Reclam-Hefte im Jahr zu lesen (mind. 1 pro Monat) und anschließend eine Rezension über das jeweilige Buch auf seinem Blog zu veröffentlichen. Weiteres (inkl. meiner Leseliste) gibt es hier in Kürze…

Die Qual der Wahl – was werde ich mal?!?

Im Kindergarten wollte ich Försterin werden, in der Grundschule Archäologin und in der Unterstufe abwechselnd beides. In der Mittelstufe wollte ich BWL oder Management studieren, in der Oberstufe dann Buchwissenschaften oder Germanistik.

Wenn nichts mehr schief geht bzgl. des Abiturs werde ich ab Oktober Angewandte Informatik studieren.

Viele Schüler wissen auch kurz vor dem Schulabschluss noch nicht, welchen Beruf sie später ausüben möchten. Leider mangelt es oft an Unterstützung und an Übersichtlichkeit des Angebots.

Helfen soll den Schülern der Berufsberater. Viele meiner Mitschüler sagten mir, dass man sich die Zeit sparen kann – es bringt sowieso nichts. Ehrlich gesagt habe ich ihnen erst nicht geglaubt. Also habe ich einen Termin beim Berater ausgemacht und hoffte auf brauchbare Tipps. Ich hätte wirklich auf die Anderen hören sollen! Es war zwar ein nettes Gespräch, aber die Aussage „Mit den Noten können sie alles machen“ brachte mich nicht wirklich weiter. Meine Noten kann ich mir auch daheim anschauen und ich weiß selbst, in welchen Fächern ich gut oder schlecht bin.

Auch in der Schule haben wir kurz über die Berufswahl gesprochen. Was ich davon mitnehmen konnte waren Internetadressen für Online-Berufswahltests. Daheim probierte ich diese aus… Das Ergebnis was nicht gerade zufriedenstellend. Die Vorschläge für Studiengänge waren genauso unterschiedlich wie unbrauchbar – ich hatte nicht vor das Fach, das mir am allerschwersten fällt, zu studieren.

Letztendlich bleibt den Schülern noch die Möglichkeit im Internet oder in dem grünen Buch der Arbeitsagentur die Studiengänge (oder Ausbildungen) durchzuschauen. Leider mangelt es dabei oft an Übersichtlichkeit. Beispielsweise werden gleiche oder ähnliche Studiengänge an verschiedenen Hochschulen oft sehr unterschiedlich betitelt. Das macht die Suche nach dem richtigen Studium an der richtigen Hochschule zwar schwerer, aber  es gilt: Nicht aufgeben! Irgendwann findet man das Richtige!