DVD + DIGITAL COPY

„EIN FILM viele Möglichkeiten!“

Das verspricht uns die DVD „Wall Street – Geld schläft nicht“. Und tatsächlich: Die Idee ist gut! Schon lange bieten uns iPod, iPhone und Co die Möglichkeit unsere Filme „mitzunehmen“. Leider war die Übertragung auf den PC/Mac nicht immer einfach. Doch jetzt wird uns das Kopieren des Films leicht gemacht: Auf der DVD befindet sich eine Digital Copy des Films, die mit iTunes kompatibel ist.

Die Übertragung ist simpel. DVD einlegen, iTunes starten, den Aktivierungscode im iTunes Store eingeben und sich mit seinem iTunes-Konto anmelden. Der Film wird dann in die Mediathek kopiert und kann auf verschiedenen Geräten, wie zum Beispiel dem iPod touch, abgespielt werden.

Die Idee, eine Digital Copy auf der DVD beizufügen, finde ich super! Früher habe ich mir nicht die Mühe gemacht, Filme auf meinen Mac und schließlich auf meinen iPod zu ziehen. Jetzt geht das ganz einfach und schnell – in Zukunft werde ich meine Filme auch unterwegs anschauen!

Reclam-Challenge: Iphigenie auf Tauris

Goethe verwendete als Grundlage für sein Werk Iphigenie auf Tauris einen antiken Stoff. Seine Vorlage war Euripides‘ Werk Iphigenie bei den Taurern. Zunächst hatte Goethe sein Werk in Prosaform verfasst, doch während seiner Italienreise dichtete er es in ein Versdrama um.

Die Göttin Diana hat das Leben von Iphigenie gerettet. Seitdem dient Iphigenie der Göttin als Priesterin auf Tauris. Sie sehnt sich trotz ihrer Dankbarkeit gegenüber Diana immer mehr zurück in ihre Heimat. Von Thoas, der König von Tauris, und seinem Volk wird Iphigenie hoch angesehen, besonders in ihrer Tätigkeit als Priesterin. Trotzdem möchte Thoas, dass Iphigenie seine Frau wird und damit ihre Priestertätigkeit, die mit ihrer Jungfräulichkeit verbunden ist, aufgibt. Diese lehnt ab, woraufhin er den alten Brauch, dass jeder Fremde, der auf Tauris kommt, der Göttin Diana geopfert wird, wieder einführt. Iphigenie hatte es zuvor geschafft, dass alle Fremden begnadigt wurden. Zufällig wurden gerade zu dieser Zeit zwei Unbekannte am Ufer festgenommen. Iphigenie soll die Opferung vorbereiten, doch die zwei Männer sind „alte Bekannte“ von ihr.

Das Ende kann sich jeder denken, der mit der Literatur der Weimarer Klassik vertraut ist. Goethe konzipierte sein Werk nach den klassischen Regeln. Das Stück ist sehr lesenswert – allerdings sollte man zum besseren Verständnis der Handlung Hintergrundwissen an griechischer Mythologie haben. Die nötigen Informationen kann man sich aber auch (genauso wie ich) aus dem Netz holen…

Reclam-Challenge: Traumnovelle

Zur Zeit stecke ich im Lernstress, weil mir bald ein paar Prüfungen bevorstehen. Da es sinnvoll ist für diese Klassiker der deutschen Literatur zu lesen, wird mein Blog in der nächsten Zeit hauptsächlich mit Rezensionen dieser „gefüttert“ werden. Das ergänzt sich natürlich perfekt mit meiner Teilnahme an der Reclam-Challenge! Hier meine Meinung zum dritten gelesenen Büchlein:

Der Name Arthur Schnitzler wird dem ein oder anderen bekannt vorkommen. Er ist zwar kein deutscher Autor, dafür ein österreichischer Erzähler und Dramatiker. Als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne führte er den inneren Monolog mit seiner Novelle Leutnant Gustl in die deutschsprachige Literatur ein.

Stanley Kubrick verwendete für seinen Film Eyes Wide Shut Schnitzlers Traumnovelle als Vorlage. Die 1925 erschienene Novelle handelt von Fridolin und Albertine. Die beiden sind verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter. Das Ehepaar hat sich voneinander entfremdet und gesteht sich gegenseitig die geheimsten Wünsche. Im Urlaub hatte ein Mann auf Albertine eine starke Anziehung ausgeübt und Fridolin war von einem jungen, entblößten Mädchen fasziniert. Keiner der beiden ist untreu geworden, dennoch zeigt es, dass beide Eheleute mit der momentanen Situation nicht zufrieden sind. Fridolin, der nach einem Krankenbesuch nicht sofort nach Hause zurückkehren will, erlebt eine aufregende Nacht in Wien. Seine suche nach sexuellen Abenteuern im nächtlichen Wien setzt er rachsüchtig fort, nachdem seine Frau ihm von einem Traum berichtet hatte. In diesem betrog sie ihren Mann, lies ihn foltern und hegte den Wunsch bei seiner Kreuzigung zu lachen. Fridolin erzählt seiner Frau von seinen Erlebnissen. Beide sind dankbar, dass sie heil davongekommen sind – egal ob aus den geträumten oder den wirklichen Geschehnissen. Die Eheleute finden am Ende wieder zueinander.

Insgesamt hat mir die Traumnovelle gut gefallen. Die Handlung ist sehr ungewöhnlich und bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Die Geschichte wirft die Frage auf, ob wirklich alles, was Fridolin erlebt hat, Realität war oder ob auch er alles „nur“ geträumt hatte. Die Antwort auf diese Frage wird im Buch nicht definitiv beantwortet und bleibt, wie einiges anderes, dem Leser zur Interpretation überlassen.