Reclam-Challenge 2011 – Tiffany & Ibrahim

Damit ich die Challenge dieses Jahr schaffe habe ich wieder ein Paar Reclam-Hefte gelesen.

Zum einen habe ich Truman Capote’s Breakfast at Tiffany’s gelesen. Das andere Buch war Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran von Eric-Emmanuel Schmitt. Beide Reclams habe ich schon vor Ewigkeiten erworben und konnte mich bis jetzt nicht dazu aufraffen sie ganz zu lesen. Immer wieder habe ich angefangen die Bücher zu lesen und fand sie schrecklich. Wieso weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr… denn jetzt habe ich beide gelesen und fand sie gar nicht so schlecht. Meine Lieblingsbücher werden es definitiv nicht, aber wer auf der Suche nach einem einfach zu lesenden englischen (Breakfast at Tiffany’s) oder französischen (Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran) Buch ist, der findet hier genau das Richtige. Einfach und schnell zu lesende Geschichten mit einer guten Story.

Was die Reclam-Challenge betrifft, hier eine kleine Zusammenfassung was ich bisher gelesen habe:

  1. Educating Rita
  2. Irrungen, Wirrungen
  3. Traumnovelle
  4. Iphigenie auf Tauris
  5. Kabale und Liebe
  6. Breakfast at Tiffany’s
  7. Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran

Fünf Reclam-Hefte muss ich noch lesen und das innerhalb der nächsten 2 Monate – mal schauen, ob ich das wirklich schaffe!

 

Studentenleben – Abenteuer Wohnung

Wenn man sich dazu entschließt nicht daheim zu bleiben und gemütlich im Hotel Mama zu residieren während man studiert, sondern in die weite Welt zieht (= in eine andere Stadt), dann braucht man logischerweise ein neues Dach über dem Kopf.
Da ich ja in zwei Städten lebe wegen meines Dualen Studiums, habe ich gleich zwei neue Bleiben gebraucht. In der einen Stadt stellte das formal erstmal kein Problem dar: ich habe mich für das Studentenwohnheim beworben und da auch ein Zimmer bekommen. Die Wohnungssuche in der zweiten Stadt hat sich dann allerdings komplizierter gestaltet. Studentenwohnheime kamen da nicht in Frage, weil ich dort nicht als Student gelte (ich arbeite ja „nur“ in dieser Stadt). Aber das Glück war auf meiner Seite und ich habe relativ schnell eine günstige Wohnung gefunden.

Dann kam der 1. September und ich durfte die „Wunschtüte Studentenwohnheim“ öffnen. Schock meines Lebens. Ich bin zwar nicht in einer Luxusvilla aufgewachsen, aber der Unterschied war doch deutlich. Mit 3 anderen sollte ich mir von nun an Bad, Klo und Küche teilen – grundsätzlich kein Problem. Nur leider war Putzen in der Wohnung lange Zeit ein Fremdwort gewesen. Glücklicherweise hat sich das Problem mittlerweile größtenteils gelöst (nur der fehlende Staubsauger und der Teppichboden sind noch keine gute Kombination).

Einen Monat später konnte ich dann auch noch meine kleine Wohnung in der Nähe meines Arbeitsplatzes (=andere Stadt als das Studentenwohnheim) beziehen. Mein eigenes kleines Reich!

Nachdem ich in jedem der beiden Domizile mittlerweile gute 2 Wochen verbracht habe (ja, das ist jetzt nicht sooo lange), kann ich einen ersten Vergleich anstellen. Alles hat Vor- und Nachteile… logisch! Obwohl ich eigentlich ein Mensch bin (oder vll war?!?), der es eher ruhig mag, ist mir in meiner Wohnung aufgefallen, dass einfach die Mitbewohner fehlen. Wenn ich im Studiheim mein Zimmer verlassen habe, lief mir des Öfteren jemand über den Weg und manchmal hat sich Abends sogar noch ein nettes Gespräch ergeben. Dafür ist es in meiner Wohnung ordentlicher, sauberer und ich kann alles tun und lassen wann ich will (duschen, kochen,…).

Auf alle Fälle freue ich mich auf die nächsten 3 Studienjahre und finde das Leben weg von zu Hause ganz angenehm – auch wenn ich mich erst an alles gewöhnen musste (insbesondere ans Studiheim)!

Von der Landmaus zur Stadtmaus

Lange ist‘s her, dass ich etwas von mir hören lassen habe… Aber es gab nichts Interessantes zu erzählen. Doch seit 4 Wochen habe ich wieder eine dauerhafte Beschäftigung und dabei viel Neues erlebt.

Eigentlich war ich immer der Meinung, dass ich ein Landei bin. Auf dem Lande aufgewachsen, die Großstadt gemieden – wenn es irgendwie ging – und während den Kurzbesuchen dort habe ich sie auch nicht wirklich lieb gewonnen. Doch jetzt wohne ich gleich in zwei Großstädten abwechselnd und als ich letztes Wochenende zurück in meine Heimatstadt – also in die Kleinstadt – gefahren bin fand ich es öde. Es waren so wenig Leute da, ich konnte daheim fast nicht schlafen, weil es zu ruhig war und ich musste mich um nichts kümmern. Scheußlich. Langweilig. Seltsam. Brrrr… aber ich bin zurück in der Großstadt (gut, eigentlich bin ich momentan am Rande einer Großstadt, aber das Dorf hier hält locker mit meiner Heimatstadt mit und eigentlich „übernachte“ ich hier auch nur – der Rest des Lebens spielt sich mitten in der Stadt ab)!

Also die Landmaus, die ich einmal war, hat sich zur Stadtmaus entwickelt. Wie das zustande gekommen ist?!? Ganz einfach: Vor über einem Jahr bin ich auf die Idee gekommen, dass ein duales Studium eine ganz gute Sache wäre. Und weil ich – zumindest was die Planung betrifft – sehr abenteuerlustig bin, hab ich beschlossen, dass ich das in zwei verschiedenen Städten durchführe. Also den Praxisteil (Arbeit in einem Unternehmen) in einer anderen Stadt als den Theorieteil (Studium an der Dualen Hochschule). Vor 4 Wochen erlitt ich dann erst einmal eine Art Kulturschock: die Stadt war zu laut, überfüllt und so gar nicht meins. Doch an das alles habe ich mich innerhalb kürzester Zeit gewöhnt – mir macht es nichts mehr aus, wenn um Mitternacht jemand laut Musik im Studiheim hört oder die S-Bahn an meiner Wohnung vorbeidonnert. Durch die Menschenmassen kann ich mich mittlerweile ganz gut durchschlängen – und hey, die 2h Wartezeit um an das Studiticket des örtlichen Verkehrsunternehmen zu kommen kann man super dazu nutzen neue Leute kennenzulernen… und sie dann nie wieder zu sehen. Aber zumindest gut unterhalten hat mich sich.