Buch = bedrucktes Papier?!?

Schon seit einiger Zeit vollzieht sich ein Wandel: immer mehr Bücher werden digital verkauft und das Buch, wie wir es kennen, rückt in den Hintergrund. Für mich hat diese Entwicklung zwei Seiten: irgendwie liebe ich das Buch, wie ich es aus meinen Kindertagen kenne. Das bedruckte und qualitativ variierende Papier, die unterschiedlichen Formate, Schriftarten und Umschlaggestaltungen. All das fasziniert mich und insbesondere kleine, handliche Bücher haben es mir angetan. Meine Büchersammlung hat schon unglaubliche Ausmaße angenommen. Und genau das ist der Punkt, wieso ich digitale Bücher mag: ich kann alle immer mit mir herumtragen und sie brauchen fast keinen Platz. Kurz vor Weihnachten habe ich mir ein Kindle zugelegt (darüber hab ich auch schon den ein oder anderen Post verfasst…) und nehme seitdem alle wichtigen und unwichtigen Bücher überall mit hin – der Speicherplatz des Kindles reicht für mehr Bücher als ich bisher in gedruckter Form besitze.

Beide Varianten des Buches haben Vor- und Nachteile. Allerdings gibt es für mich einen großen Nachteil beim Kindle: meine Art des Buchkaufs funktioniert damit nicht. Normalerweise vollzieht sich bei mir das Aussuchen eines Buches folgendermaßen: ich begebe mich in ein (modernes) Antiquariat meiner Wahl, bin fasziniert wegen der großen Bücherauswahl und greife nur noch dem Format des Buches gehend nach einem Exemplar, lese die ersten Zeilen und wenn es mir nicht gefällt, lege ich es wieder weg und nehme das Nächste bis ich etwas passendes gefunden habe. Online funktioniert das nicht und da kann ich auch nicht etwas „greifbares“ mit nach Hause nehmen. Wohl gerade deswegen habe ich bis jetzt nur ein Buch online gekauft – und das hatte ich mir schon zuvor in einem Buchladen ausgesucht, dann aber im Angebot bei amazon gefunden. Für mich ist der Buchkauf im Laden etwas entspannendes und wird sich deshalb wahrscheinlich nicht so schnell ändern – zumindest was meine privaten Lektüren angeht. Fachbücher habe ich gerne auf meinem Kindle, denn dann kann ich sie leicht mit in die Hochschule nehmen und diese werden mir meist von meinen Dozenten vorgegeben, also entfällt die Problematik des Aussuchen des Buches.

Ob ich irgendwann meine Art des Buchkaufes ändern werde und auch alle privaten Lektüren online erstehen werde weiß ich nicht, aber vielleicht habe ich bald ja keine andere Wahl mehr… Aber egal ob gedruckt oder digital – der Wert des Buches liegt im Wort!

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2 Kommentare zu “Buch = bedrucktes Papier?!?

  1. Ich merke, wie sich der Bücherkauf verändert. Ich achte mehr auf Empfehlungen und ab und zu geh ich selbst auf Entdeckungstour und lese die Buchauszüge.

    • Die Frage ist, wie stark man sich auf die Empfehlungen Anderer verlassen kann/möchte. Bei Fach- und Sachbüchern ist das ein guter Ansatz, da lese ich auch viel Rezensionen, aber bei Romanen u.ä. hängt es auch viel vom eigenen Geschmack ab und wenn einem das Buch nicht gefällt können es noch so viele andere gut finden…

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