Käsekuchen im Miniformat

Dienstag Abend habe ich beschlossen, meine Kollegen zu überraschen und ihnen spontan am nächsten Tag Kuchen mitzubringen. Aus irgendeinem Grund wollte ich unbedingt Käsekuchen backen, aber da ich keine große Kuchenform hatte, musste ich mir eine Alternative überlegen. Deswegen sind diese „Käsekuchen-Muffins“ entstanden.

Als Grundlage habe ich ein normales Käsekuchenrezept mit Mürbteigboden verwendet. Für alle, die jetzt auch Mini-Käsekuchen backen wollen: es geht ganz einfach, braucht aber viel Zeit. Den Teig müsst ihr einzeln in die Muffin-Förmchen drücken. Das geht am besten, wenn der Teig gut gekühlt ist. Dann die Förmchen mit Käsemasse füllen, eine Mandarine darauf legen und ab in den Ofen damit! Gebacken habe ich die Kuchen ca. 40 Minuten, anschließend etwas auskühlen lassen und am Ende mit dem Tortenguss bestrichen.

Insgesamt hat mir die Mini- Version des Käsekuchen gut gefallen, aber wenn ich den Aufwand mit dem Ergebnis vergleiche, werde ich das wohl nicht mehr so machen. Das nächste Mal besorge ich mir lieber eine große Kuchenform und schneide kleine Stücke – das kommt bestimmt genauso gut an.

Video-Tipp: Vernetzt – In sechs Schritten um die Welt

Heute mal ein kleiner Video-Tipp für euch. Letztens habe ich vom Buch „Connected“ berichtet und wie die Netzwerkforschung die Verbindungen von einem Menschen zum anderen unter die Lupe nimmt. Passend dazu gibt es eine Doku, die man unter anderem auf Youtube finden kann. Reinschauen lohnt sich – das Video liefert einen schönen Einblick  in die Thematik!

Teil 1:  

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Das Ü-Ei in rosa mit Blümchen

Die Diskussionen um das „rosa Ü-Ei“ waren in den Medien und in aller Munde. Damit ich weiß, was an diesem Überraschungsei für Mädchen so anders ist, habe ich das heute für euch genauer betrachtet.

Der augenscheinlichste Unterschied ist klar und deutlich die Verpackung:

Befreit man beide Ü-Eier nun aus ihrer Hülle, dann schauen sie irgendwie wieder gleich aus:

 

Geschmeckt hat das rosa Ü-Ei übrigens auch nicht anders. Interessanter wird wohl, was sich im Inneren des Eis – also in der wohl bekannten gelben Kapsel – befindet. Da Überraschungen in den Eiern waren (was sonst?!?), kann ich es bei jedem Ei etwas Gutes oder Schlechtes erwischt haben, auf jeden Fall sah der Inhalt meiner zwei Testobjekte so aus:

Ich glaube, auch ohne Hinweise erkennt man auf Anhieb, welches Spielzeug in welchem Ü-Ei war.

Ob die „normalen“ Ü-Eier jetzt nur noch für Kerle sind? Die Farbgestaltung der Überraschungen ist auf jeden Fall typisch (Mädchen bekommen alles in rosa, Jungs in blau).

Natürlich habe ich die unglaublichen Spielsachen auch noch ausgepackt und „ausprobiert“.

Der Farbe rosa entkommt man beim Mädchenspielzeug wohl nie. Ich persönlich finde es nicht gut, dass es jetzt ein Ü-Ei nur für Mädchen gibt. Die Spielzeuge in den „normalen“ Ü-Eiern sind für Mädchen und Jungs toll. Durch das extra Ü-Ei für die Mädchen findet wieder eine Trennung zwischen den Geschlechtern statt, wieder bekommen die weiblichen Wesen dieser Erde eine Extrabehandlung und wie immer wird dadurch die unfaire Behandlung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft deutlich. Wir Frauen fordern Gleichberechtigung in allen Bereichen des Alltags, aber auf der anderen Seite bekommen wir ständig eine „Extra-Wurst“ und werden in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch rutschen die Männer in den Hintergrund und werden schon fast unfair behandelt. Diese Kluft zieht sich in allen Altersklassen durch – die Kleinen werden mit ihren Spielsachen daran gewöhnt und in der Arbeitswelt hat man in bestimmten Berufen als Frau einen deutlichen Vorteil die Stelle zu bekommen. Wenn wir für Gleichberechtigung stehen, sollten wir uns auch gegen Extra-Würste aussprechen – und das fängt schon beim Ü-Ei an!

Und Kühe sind doch nicht lila – Ein Ausflug ins Allgäu

So als Neu-Großstädterin zieht es mich ab und an zurück in die Natur. Deshalb habe ich einen Kurzurlaub im Allgäu eingelegt, dessen Höhepunkt ich euch ja schon geschildert habe (für alle, die es noch nicht gelesen haben: Einfach hier klicken). Natürlich habe ich noch einiges mehr erlebt und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

 

Freitag morgens machte ich mich auf den Weg nach Kempten, um einen Freund zu besuchen. Nachdem ich zu Beginn die eher unspektakulären Teile (=Wohngebiete) der Stadt zu Gesicht bekam, konnte ich am frühen Nachmittag einen Weiher bewundern und meine Minigolf-Künste unter Beweis stellen. Danach lockte noch die beste Eisdiele der Stadt, die sich als wirklich gut herausstellte 🙂

Samstag ging es zunächst kurz in die Natur. Der Ausblick war atemberaubend:

 

Auch das Christentum kam – wie für Bayern typisch – nicht zu kurz:

 

Irgendwie mag ich die Gegend – es ist idyllisch und die Häuser haben einen unglaublichen Charme:

 

Um die Natur richtig zu erleben, fahrt ihr am besten selbst in die Gegend und geht Wandern. Die vielen Berge in der Gegend laden zu kleineren und größeren Wanderungen ein und bieten Ruhe und Entspannung. Immer wieder sieht man unterwegs Bauernhöfe, die abgeschieden von der Stadt liegen, um anschließend wieder vollkommen in die Einsamkeit der Umgebung abzutauchen.

Es lohnt sich auch Kempten anzuschauen. Die Innenstadt ist schön und bietet mit einigen Läden auch wunderbar Gelegenheit einkaufen zu gehen. Es gibt nette Cafés und einen schönen Irish Pub, ein riesiges Einkaufszentrum und auch wegen ihrer Architektur ist die Innenstadt einen Besuch wert.

 

Also wenn ihr mal in die Nähe kommt, schaut euch dort um! Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!

Lost in Translation

Vor ein paar Monaten ist mir in der U-Bahn etwas Komisches passiert. Ein Mann, der offensichtlich ein Ausländer war, hat mich angesprochen und irgendwas in Richtung „American? Russian?“ gefragt. Anschließend hat er noch ein paar mir unverständliche Sätze von sich gegeben. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte und war froh als ich endlich aus der Bahn aussteigen konnte und damit das Problem der Verständigung „gelöst“ war.

An dieses Erlebnis wurde ich heute Abend zurückerinnert – nur, dass es diesmal um einiges seltsamer war. Aber von Anfang an: Freitag morgens habe ich mich auf den Weg ins Allgäu gemacht, um Lukas zu besuchen und Kempten kennen zu lernen. Was ich da so erlebt habe, erzähle ich euch demnächst. Im Moment beschränken wir uns mal auf Samstag Abend.

Eigentlich wollten wir ja Billard spielen gehen. Eigentlich. Blöderweise hatte die Billard-Bar geschlossen und so sind wir kurzerhand auf den örtlichen Pub ausgewichen. Ein kleiner, schöner und sehr authentisch wirkender irischer Pub, der eigentlich einen gemütlichen Abend versprach. Wir setzten uns also an einen Tisch und es dauert nicht lange bis ein Mann mit offenem Hemd, bei dem lediglich ein Knopf geschlossen war und somit den nackten Bauch dieses Wesens offen legte, an unseren Tisch trat und etwas unverständliches murmelte. Nach einigen Missverständnissen konnten wir herausfinden, dass er wohl zuvor an dem Tisch gesessen hatte und nur kurz auf Toilette war und wir uns in der Zwischenzeit an seinem Tisch niedergelassen hatten. Nachdem geklärt war, dass das „No Problem“ sei, setzten Lukas und ich unser Gespräch fort und störten uns nicht weiter an der Anwesenheit des Mannes.

Das ging eine Weile ganz gut, aber als wir unsere Getränke serviert bekamen. Nach dem Anstoßen mit unseren betrunkenen Gegenüber versuchte er ein Gespräch mit uns zu beginnen. Leider – oder vielleicht war das auch besser so – gestaltete sich dies als äußerst schwierig, da er weder Deutsch sprechen konnte noch war sein Englisch verständlich. Aus den ersten Gesprächsfetzen entnahmen wir, dass er bei der Telekom arbeitet und Glasfaserkabel verlegt. Deshalb reist er durch ganz Deutschland und ist erst seit 2 Monaten hier. Ursprünglich stammt er aus Litauen. Zwei Jahre hat er in England gearbeitet und dort immer wieder sein gutes Guiness getrunken, aber in Litauen konnte er es einfach nicht bekommen und war aufgrund dessen vom Irish Pub begeistert. Zudem mag er nicht jedes deutsche Bier. Um diese Informationen zu erhalten, war einiges Nachfragen und Scharade spielen notwendig.

Doch dann entwickelte das Gespräch eine seltsame Richtung. Zunächst wollte er uns mitteilen, dass es in Deutschland warm ist oder vielleicht fand er auch etwas anderes heiß – so genau weiß man das nicht. Anschließend teilte er uns durch eine ausgefeilte Zeichensprache mit, dass er die Mädchen an dem einen Nachbartisch – nennen wir es mal hübsch – findet und die am anderen Nachbartisch nicht. Oder er fand die Kerle an den Tischen nicht attraktiv. Auch das war nicht so genau zu entnehmen – seine Zeichensprache war undurchsichtig, seine Ausdrucksweise wohl auch durch den Alkohol stark gehemmt. Anschließend erklärte er uns, wie gut Guiness ist und tauchte seinen Finger in die Schaumkrone um danach den Schaum von seinem Finger zu lecken. Daraufhin zeigte er auf Lukas Bier, dann auf mich und wollte offensichtlich, dass ich es ihm gleich tue. Aus wahrscheinlich nachvollziehbaren Gründen habe ich aber auf diese „Tat“ verzichtet.

Uns wurde langsam etwas mulmig und wir waren uns schon zu diesem Zeitpunkt einig, dass wir nicht mehr lange bleiben wollten. Nur noch das Getränk austrinken und dann lieber woanders hingehen. Doch dann kam der Höhepunkt des Gesprächs. Er zeigte auf uns beide und machte noch eher verwirrende Gesten und als wir sagten „We don’t understand you“, antwortete er nur „You understand good“, wir: „No“,  er: „Yes, you understand good“. So ging das eine Weile bis er wohl davon überzeugt war, dass wir doch nicht soooo „good“ verstanden hatten und er fing an nachzudenken. Dann setzte er zu einem erneuten Erklärungs- oder was auch immer Versuch an. Erst zeigte der Mann auf Lukas und mich, dann anschließend auf sich und machte abschließend ein paar eindeutig zweideutige Gesten. Das wiederholte er noch mal, als er in ratlose Gesichter blickte und wollte anschließend von uns ein nicken und den Daumen noch oben gezeigt haben. Für uns war das allerdings des guten zu viel und es blieb nur noch eine Lösung: Flucht! Und so zahlten wir, erklärten, dass wir los müssten und verabschiedeten uns. Aber auch das Hand schütteln war ein Fehler, zumindest was meine Wenigkeit betraf. Was auch immer er vorhatte, auf jeden Fall hat er die Chance ergriffen und noch kurz an meine Brust gefasst, bevor wir den Laden verlassen konnten.

Nun ja, insgesamt war der Abend zwar erschreckend, aber irgendwie auch lustig. Noch mal brauche ich so ein Erlebnis nicht und irgendwie bin ich auch froh, dass ich dank der Verständigungsprobleme, die durch die Sprachbarriere entstanden, nicht alles verstanden habe, was der Kerl gesagt hat. Oder vielleicht hätte sich am Ende alles als harmlos herausgestellt und wir haben nur alles missverstanden?!? Aber das werden wir wohl nie erfahren….

Übrigens Lukas Blog findet ihr hier 😉

openHPI – Lern was dazu!

Ab 03. September 2012 bietet das Hasso Plattner Institut sogenannte „Interaktive Online-Kurse zur Informationstechnologie“ an. Die Kurse sind kostenlos und man kann sogar am Ende ein Zertifikat bzw. eine Teilnahmebestätigung bekommen (das kommt darauf an, wie gut man war 😀 ).

Der erste stattfindende Kurs geht über das Thema „In-Memory Data Management“ und wird von Prof. Dr. Hasso Plattner angeboten. Um openHPI zu testen, habe ich mich in diesen Kurs eingeschrieben und werde euch am Ende berichten, welche Erfahrungen ich damit gemacht habe.

Was aber hat mich überzeugt, mich bei dem Kurs anzumelden?

Positiv ist auf jeden Fall, dass die Kurse frei von Kosten sind und man am Ende ein Zertifikat oder zumindest eine Teilnahmebestätigung bekommt. Durch kurze Videos – die übrigens aus Uni-Lehrveranstaltungen stammen – und weiterem Material kann sich jeder Teilnehmer die wichtigsten Themen erarbeiten und durch Übungsaufgaben anwenden sowie seine Fähigkeiten testen. In einer Abschlussprüfung kann man schließlich sein Wissen unter Beweis stellen.

Um nicht isoliert zu lernen bietet openHPI verschiedene Möglichkeiten sich mit anderen Teilnehmer abzusprechen. Auf der einen Seite geht es über eine online Plattform und auf der anderen Seite wird man zur Bildung von lokalen Lerngruppen motiviert.

Wer sich jetzt schon dafür interessiert und mitmachen möchte, kann sich hier weitergehend informieren und registrieren. Wer erst wissen möchte, wie das Ganze in der Realität abläuft, der sollte mal wieder vorbeischauen – denn ich halte euch auf jeden Fall über openHPI und meinen Eindruck darüber auf dem Laufenden!

Kultur pur: Hammershoi Ausstellung in München

Kennt ihr die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München? Nein? Dann wird’s aber Zeit! Und am allerbesten besucht ihr sie bis zum 16. September mal! Denn bis dahin ist noch die Ausstellung „Hammershoi und Europa“ aktuell und zu bewundern.

Aber wer ist überhaupt Hammershoi? Vilhelm Hammershoi ist ein dänischer Künstler, der von 1864 bis 1916 unter den Lebenden weilte. Und er gilt als der wichtigste dänische Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts! Meiner Meinung nach ist das durchaus gerechtfertigt. Hammershoi hat seinen ganz eigenen Stil und ich bewundere seine Bilder, die sich auf das wesentliche konzentrieren und auf wenige Farben beschränken.

Rilke entdeckte den dänischen Künstler für sich und äußerte sich wie folgt über ihn:

Hammershoi ist nicht von denen, über die man rasch sprechen muss. Sein Werk ist lang und langsam und in welchem Augenblick man es auch erfassen mag, es wird immer voller Anlass sein, vom Wichtigen und Wesentlichen in der Kunst zu sprechen.

Es ist wundervoll in die Bilder Hammerhois einzutauchen, sich in die Situation hineinzudenken, sich als Teil des dargestellten Raumes zu fühlen. Die klaren Strukturen und vielen Grautöne lassen einen eigene Interpretation zu und Raum für Fantasie offen. Nüchterne Landschaften, einzelne Personen und menschenleere Städte gehören zu den immer wiederkehrenden Motiven und machen die Werke des Künstlers aus. Ich jedenfalls habe mich in seine Bilder verliebt und mir als Andenken den Ausstellungskatalog gleich mitgenommen (der übrigens vor Ort nur 25€ kostet und somit 15€ billiger ist als anderswo).

Außerdem gibt es eine App zur Ausstellung – die Basisversion ist kostenlos und beinhaltet ein erstes Kapitel über Hammershoi. Die weiteren Kapitel sind zu jeweils 0.79€ zu erwerben oder als Komplettpaket für 2.99€. Die App gibt es für iPhone, iPod Touch und iPad. Sie ist gut strukturiert und schön aufgemacht – ich habe mir das Gesamtpaket gekauft und finde insbesondere die Bildergalerie super. Es können 40 Bilder bis ins kleinste Detail betrachtet werden. Sie ist eine gute Alternative zum Ausstellungskatalog – bzw. die „kleine Version des Ausstellungskatalogs“…

Wer also Zeit und Lust hat, sollte die 10€ Eintritt (5€ ermäßigt) investieren und sich die Ausstellung anschauen. Montags ist der Eintritt übrigens günstiger und jeder zahlt den halben Preis! Und da die Kunsthalle mitten in der Münchner Innenstadt liegt (sie ist ein Teil der Fünf Höfe), kann man danach auch noch gemütlich einen Stadtbummel machen 😉

Und hier gibts es übrigens noch mehr Informationen zur Ausstellung!

Connected! (Nicholas A. Christakis & James H. Fowler)

Das 2009 erschienene Buch trägt den Untertitel „Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist“ und schon dadurch wird der Inhalt des Buches gut auf den Punkt gebracht.

Allerdings darf soziale Netzwerke hier nicht missverstanden werden. Gemeint sind nicht Facebook, Google+ und Co, sondern die sozialen Netzwerke an sich: Beziehungen, Partnerschaften, etc.

Das Buch verdeutlicht, wie abhängig unser gesamtes Handeln von anderen ist. Die Freunde der Freunde meiner Freunde können mich noch in wichtigen Entscheidungen des Alltags beeinflussen, ohne dass ich diese jemals persönlich getroffen haben muss. Über das soziale Netzwerk werden Einstellungen zum Wahl- und Essverhalten weitergegeben, genauso wie Angewohnheiten – z.B. Rauchen. Es werden die Auswirkungen von Beziehungen auf uns geschildert und beispielsweise erklärt, welche Vorteile der Mann aus einer Ehe zieht und welche die Frau.

Insgesamt werden alle Erkenntnisse auf eine lockere und anschauliche Weise erklärt, so dass die knapp 400 Seiten des Buches zügig lesbar sind. Mir hat es Spaß gemacht von Emergenz und Co zu lesen und zu sehen, wie soziale Netzwerke unmerklich das Verhalten jedes Einzelnen beeinflussen können. Das Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden!

Nicholas A. Christakis

James H. Fowler

Connected!

Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist

(amerikanische Originalausgabe: Connected. The Surprising Power of Our Social Networks and How They Shape Our Lives)

S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

ISBN 978-3-10-011350-4

Ein Blick in meine Schmuckschatulle

Wer mich persönlich kennt, durfte vielleicht schon mal eines meiner „Werke“ bewundern. Immer mal wieder habe ich für den ein oder anderen vielleicht seltsam anmutende Ideen wie das Streichen diverser Möbelstücke mit Tafel- und/oder Magnetfarbe (ist echt praktisch, solltet ihr auch machen!).

Eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Mode. Soll doch einfach jeder anziehen, was ihm (oder ihr) gefällt und gut ists. Normalerweise schreibe ich deswegen auch nicht über Mode oder Schmuck, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Gestern habe ich nämlich zu später Stunde noch Ohrringe gebastelt, die ich euch nicht vorenthalten will! Dabei habe ich sogar den Imkerbedarf meines Vaters verwendet. Okay, war nur der Draht für die Rähmchen…

Und hier sind sie:

Die Ohrringe oben sind zwei gefilzte Äpfel, die ich mit einer kleinen Metallkette an den Ohrhängern befestigt habe.

Die Ohrringe unten bestehen aus selbstgestanzten Plektren (PICKMASTER) für dich ich alte Plastikkarten verwendet habe (Bahncard etc.). Auch diese habe ich mit kleinen Metallringen an den Ohrhängern festgemacht.

Was haltet ihr von den Ohrringen?

Die Memoiren der Fanny Hill (John Cleland)

Manch einer von euch weiß vielleicht schon, dass ich einen Lieblingsbuchladen habe. Auf einem meiner Streifzüge durch diesen wunderbaren Laden ist mir der Briefroman „Fanny Hill“ von John Cleland in die Hände gefallen. Okay, ich muss zugeben, dass einer der Hauptgründe für den Kauf des Buches dessen Aufmachung war. Klein, handlich, der rote Umschlag mit goldenen Buchstaben bedruckt – genau mein Fall.

Und dann habe ich noch eine Tatsache über das Buch entdeckt, die mich neugierig gemacht hat…

Nach seiner Veröffentlichung brach ein breiter öffentlicher Aufruhr los, die anglikanische Kirche forderte „die weitere Verbreitung dieses abscheulichen Buches zu beenden, das eine offene Beleidigung der Religion und guten Sitten darstellt“ (“to stop the progress of this vile Book, which is an open insult upon Religion and good manners”). Das Buch wurde verboten und Cleland, mittlerweile aus dem Schuldnergefängnis entlassen, daraufhin wieder unter Arrest gestellt.

Es kam auch zu heimlichen Veröffentlichungen in den USA, jedoch wurde Fanny Hill 1821 wegen Obszönität verboten. Erst 1966 hob der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten dieses Verbot wieder auf. In Australien dagegen darf das Buch bis heute nicht verkauft werden.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Fanny_Hill)

Da musste ich das Buch natürlich sofort lesen! Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass das Buch nicht so schlimm sein kann. Immerhin wurde es bereits 1749 veröffentlicht. Letztendlich stellte es sich doch als sehr… sagen wir mal anschaulich… heraus. Wahrscheinlich würde das Buch auch heute noch die ein oder andere Diskussion auslösen.

Kurz und bündig schildert in dem Buch Fanny Hill in Form zweier Briefe einer Freundin ihren Lebensweg. Fanny war bis kurz vor diesem Zeitpunkt ein Freudenmädchen und schildert ihre Erfahrungen ziemlich detailliert.

Mehr will ich zu dem Buch jetzt gar nicht sagen – und wer neugierig ist, kann das Werk selbst lesen. Die englische Originalfassung findet ihr kostenlos hier und die deutsche Version gibt es für knapp einen Euro als eBook bei amazon zu erwerben.