Die Memoiren der Fanny Hill (John Cleland)

Manch einer von euch weiß vielleicht schon, dass ich einen Lieblingsbuchladen habe. Auf einem meiner Streifzüge durch diesen wunderbaren Laden ist mir der Briefroman „Fanny Hill“ von John Cleland in die Hände gefallen. Okay, ich muss zugeben, dass einer der Hauptgründe für den Kauf des Buches dessen Aufmachung war. Klein, handlich, der rote Umschlag mit goldenen Buchstaben bedruckt – genau mein Fall.

Und dann habe ich noch eine Tatsache über das Buch entdeckt, die mich neugierig gemacht hat…

Nach seiner Veröffentlichung brach ein breiter öffentlicher Aufruhr los, die anglikanische Kirche forderte „die weitere Verbreitung dieses abscheulichen Buches zu beenden, das eine offene Beleidigung der Religion und guten Sitten darstellt“ (“to stop the progress of this vile Book, which is an open insult upon Religion and good manners”). Das Buch wurde verboten und Cleland, mittlerweile aus dem Schuldnergefängnis entlassen, daraufhin wieder unter Arrest gestellt.

Es kam auch zu heimlichen Veröffentlichungen in den USA, jedoch wurde Fanny Hill 1821 wegen Obszönität verboten. Erst 1966 hob der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten dieses Verbot wieder auf. In Australien dagegen darf das Buch bis heute nicht verkauft werden.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Fanny_Hill)

Da musste ich das Buch natürlich sofort lesen! Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass das Buch nicht so schlimm sein kann. Immerhin wurde es bereits 1749 veröffentlicht. Letztendlich stellte es sich doch als sehr… sagen wir mal anschaulich… heraus. Wahrscheinlich würde das Buch auch heute noch die ein oder andere Diskussion auslösen.

Kurz und bündig schildert in dem Buch Fanny Hill in Form zweier Briefe einer Freundin ihren Lebensweg. Fanny war bis kurz vor diesem Zeitpunkt ein Freudenmädchen und schildert ihre Erfahrungen ziemlich detailliert.

Mehr will ich zu dem Buch jetzt gar nicht sagen – und wer neugierig ist, kann das Werk selbst lesen. Die englische Originalfassung findet ihr kostenlos hier und die deutsche Version gibt es für knapp einen Euro als eBook bei amazon zu erwerben.

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