Das Gefängnis der Bücher

Ein schönes, altes, hergerichtetes Haus. Wenn man es betritt, fühlt man sich geborgen, wie zu Hause. Die Einrichtung ist aus Holz, der Boden ist aus bereits etwas abgetretenem Parkett und in den Ecken und Nischen stehen gemütliche Sessel. Zwischen den eng aneinander stehenden Regalen sind vereinzelt Menschen anzutreffen. Und sie alle verbindet die Liebe zu Büchern.

So stelle ich mir eine Bücherei oder Bibliothek vor. Aber die Stuttgarter Zentralbibliothek ist da ganz anders. Schon von außen ist das Gebäude außergewöhnlich – es ist ein weißer Quader mit vielen Fenstern. Es wirkt fast einschüchternd und wenn man durch eine der vier Eingangstüren tritt (an jeder Seite des Gebäudes eine), dann tritt man in ein hochmodernes Gebäude. Auch Innen ist das Gebäude ganz in weiß gehalten, alles wirkt steril. Die Bücherausleihe, Bücherrückgabe, das Bezahlen von Gebühren – alles geht vollkommen automatisiert. Für all diese Dinge braucht es kein Personal. An vereinzelten Infopunkten sitzen noch Angestellte und stellen Büchereiausweise aus. Bezahlen muss man aber am Automaten. Wenn die Technik ausfällt, geht gar nichts mehr.

 

 

Die Raumaufteilung des Gebäudes ist verwirrend. In der Mitte des Grundrisse befindet sich ein Raum – dieser ist quadratisch, genauso wie das Haus selbst. 4 Stockwerke hoch ist der Raum und nimmt einen großen Teil des Gebäudes ein. Darin befindet sich nur ein winziger Brunnen. Grundriss des Brunnens: ein Quadrat. Da der Raum vollständig im Inneren des Gebäudes liegt, dringt nur wenig Licht durch die verschiedenen Eingänge hinein. Es ist düster. Der Platz zwischen diesem kleinen Würfel im Würfel dient zur Aufbewahrung von Büchern und anderen Medien.

 

Erreicht man das vierte Obergeschoss ist plötzlich wesentlich mehr Platz vorhanden. Man steht praktisch auf der Würfel-Halle und die gesamte Grundfläche wird nun für Regale genutzt. Aber das ist ein Ausnahmefall. Blickt man vom vierten Stock nach oben, sieht man die Decke des obersten Stockwerks. Also auf, es gibt noch einige Treppen zu steigen. Bis in den 8. Stock – weiter nach oben geht es nicht. Außer man begibt sich auf das Dach des Gebäudes. Von dort ist die Sicht über die ganze Stadt atemberaubend.

 

Die Auswahl der Bibliothek ist riesig. Jeder darf sich unglaublich viele Medien ausleihen, neben Büchern und Zeitschriften gibt es CDs und DVDs. Jeder kann sich Notebooks zum arbeiten ausleihen. Im 8. Stockwerk gibt es ein Café, die Toiletten sind im 1. UG. Für alle Eventualitäten ist gesorgt.

Und doch: die Bücherei wirkt kalt. Wird das Gebäude nicht mehr als Bücherei verwendet, kann man es zum Krankenhaus umfunktionieren, so steril wirkt alles. Die Bücher sind keine Bewohner des Gebäudes – sie sind Gefangene. Gefangene im Gefängnis der Bücher.

Mal wieder das Thema Studium

Okay, ihr müsst jetzt das Thema Studium noch etwas aushalten. Zu eurem Glück oder Pech – je nachdem wie gerne ihr meine Ausführungen über mein Studium lest… Aufgrund meines Vorlesungsplans bleibt nämlich irgendwie kaum mehr Zeit mehr für normale Beschäftigungen nicht-studienmäßiger Art.

Mittlerweile hatte ich fast alle Fächer einmal – bis auf Datenbanken . Es ist spannend, was auf mich zukommt und ich bin gespannt, wie ich das alles auf die Reihe kriegen werde. Manchmal glaube ich, dass 24h am Tag für das Studium nicht ausreichen und manchmal denke ich, ich hätte alle Zeit der Welt. Am Ende wird sich herausstellen, was davon richtig war und ich hoffe, dass es irgendwo in der Mitte liegt.

Allerdings muss ich auch mehr oder weniger erschreckende Erfahrungen machen. Vom letzten Studienjahr war ich ein straffes Tempo in den Mathematik-Vorlesungen gewöhnt, es blieb kaum Zeit für Pausen und es war eine Erlösung, wenn die Vorlesung vorbei war und man seinen Kopf wieder frei bekommen hatte. Dieses Semester schaut das ganze eher nach einem Spaziergang aus. Das Tempo hat was von 7. Klasse, wir machen Übungen zwischendurch und jede Stunde mindestens 10 Minuten Pause. Was für ein Leben! Mal schauen, ob das so bleibt…

Ah und bevor ich es vergesse – vor einiger Zeit habe ich euch mal von meinem Kindle erzählt. Schon damals war ich begeistert, weil ich meine ganzen Studienunterlagen darauf packen kann und diese dann kompakt mitnehmen kann. Jetzt, im 3. Semester, wird das Gerät noch hilfreicher – wenn laufend Dozenten in den Raum kommen und Bücher empfehlen, die um die 100€ kosten, dann freut sich der arme Student, wenn man diese als eBook von der Hochschule kostenlos bekommt und sich dadurch sehr viel Geld spart. Damit hat sich die Anschaffung des eBook Readers auf jeden Fall rentiert. Ich bin froh, dass ich meinen Kindle habe!

Beginn des dritten Semesters

An der DHBW ist alles etwas anders. Deshalb hat mein drittes Semester auch schon diese Woche angefangen und ich bin wieder fleißig am lernen. Das zweite Studienjahr unterscheidet sich in einigen Punkten vom ersten. Meine Fächer sind nur noch technischer Natur und es gibt keine Vorlesungen für den Blick über den Tellerrand mehr (wie Intercultural Communication oder BWL).

Aber was für Kurse habe ich dieses Semester überhaupt? Dazu gehört – wie immer – Mathematik, aber auch Software Engineering, Datenbanken, Betriebssysteme, Formale Sprachen und Automaten sowie Netztechnik. Das gibt einen gut gefüllten Vorlesungsplan und bringt viel Arbeit mit sich.

Bis jetzt hatte ich drei verschiedene Fächer und es klingt viel versprechend. Montag morgen hatte ich Netztechnik und der Dozent ist wirklich cool. Er hat auch an der DHBW studiert und uns sofort das Du angeboten. Das macht Spaß und schafft irgendwie gleich eine ganz andere Arbeitsatmosphäre – und er ist gerade Mal 10 Jahre älter als wir. Auch das Fach klingt spannend, aber ich bin noch gespannt, was noch so auf mich zukommt. Die ersten Vorlesungen sind fachlich meist nicht ganz so produktiv wie die folgenden…

Montag Nachmittag folgte dann Formale Sprachen. Da sind wir gleich voll in den Stoff eingestiegen und es erinnert mich stark an Grundlagen der Informatik – okay, das gehört auch alles irgendwie zusammen und zählt zu dem Themengebiet der Theoretischen Informatik.

Und heute, am Dienstag, gab es eine Vorlesung zum Thema Software Engineering. Der Dozent kommt aus Holland, aber die Vorlesung ist auf Englisch. Er konnte uns gleich zu Beginn beruhigen und hat uns mitgeteilt, dass wir statt 18 Übungsaufgaben (benotet), nur 8 machen müssen. Da hatten es unsere Vorgänger schlechter – aber unser Glück, deren Pech. Sein Bewertungsschema ist sehr ausgefeilt und interessant (wir bekommen als Bewertung Smileys und die werden irgendwann in eine Note umgerechnet).

Und damit die erste Woche nicht zu vorlesungslastig wird, bin ich heute mit meinen zwei Mitbewohnern und noch ein paar Leuten zum Weindorf in Stuttgart gegangen. Da gibt es – wer vermutet es schon?!? – ganz viel Wein und schwäbische Spezialitäten. Mich erinnert das alles an einen Weihnachtsmarkt nur mit Wein statt Weihnachtsmännern. War ein ganz netter Abend (bis auf den Teil, dass meine Strumpfhose beim Rennen zur Bahn fast abhanden gekommen ist. Nur so als Tipp an die Mädels: Kauft euch niemals Feinstrumpfhosen, die auf Hüfthöhe aufhören – die rutschen nur -.-).

Ja, soweit meine ersten zwei Tage an der Hochschule. Mehr interessante Dinge aus meinem Studentenleben irgendwann demnächst… oder so

Thomas Mann: Königliche Hoheit

Dem ein oder anderen von euch mag schon bekannt sein, dass mein Lieblingsschriftsteller Thomas Mann ist. Allerdings habe ich noch lange nicht alle seiner Werke gelesen. In der letzten Woche habe ich seinen Roman „Königliche Hoheit“ gelesen – und mich hat das Buch begeistert!

Das zwischen 1906 und 1909 verfasste Werk wurde, wie alle anderen Werke Thomas Manns, im Fischer Verlag veröffentlicht. In einem Antiquariat konnte ich eine Ausgabe von 1958 für gerade mal einen Euro erwerben. So günstig kommt man manchmal zu gutem Lesestoff!

Die Handlung lässt sich gut auf den Punkt bringen. Es geht alles in allem um den Prinzen Klaus Heinrich, dessen Leben geschildert wird bis zu dem Punkt, an dem er eine amerikanische Millionärstochter ehelicht. Verglichen mit den Buddenbrooks ist der Roman relativ kurz und hat mit ca. 250 Seiten eine angenehme Länge (in den neueren Ausgaben hat der Roman wohl einige Seiten mehr, da die Schrift in der 1958er Ausgabe relativ klein gedruckt wurde).  „Königliche Hoheit“ ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert!

iPad Zubehör: Logitech Ultrathin Keyboard

Vor einiger Zeit habe ich mir ein iPad gekauft und passend dazu gleich eine Tastatur. Mir ist es wichtig auch mit dem iPad längere Texte bequem – also mit einer „richtigen“ Tastatur – verfassen zu können und nach einigem überlegen, habe ich mich für das Logitech Ultrathin Keyboard entschieden. Stolze 100€ muss man dafür hinlegen, aber bekommt eine wirklich dünne und leichte Bluetooth-Tastatur. Der Hersteller verspricht zudem, dass die Tastatur als Schutz für das iPad verwendet werden kann.

Im Laufe der letzten Wochen habe ich das Keyboard lieb gewonnen und die Vorteile überwiegen tatsächlich. Da es leicht und flach ist, habe ich mein iPad immer in Kombination mit der Tastatur dabei. Die Tastengröße ist ideal, das Schreiben mit der Tastatur funktioniert super und sie ist eine geniale Ergänzung zum Tablet. Die Verbindung zwischen Tastatur und iPad, um das Keyboard als Cover zu verwenden, durch die Magnete funktioniert super (gleiches Prinzip wie beim SmartCover). Möchte man die Tastatur verwenden, steckt man das iPad einfach in die dafür vorgesehene Mulde und auch hierbei wird das iPad durch eine Magnetverbindung fixiert. Das funktioniert wunderbar und das iPad steckt in der Tastatur fest. Der Akku der Tastatur hält angeblich 6 Monate, bis man sie wieder laden muss. Davon konnte ich mich natürlich noch nicht überzeugen, weil ich die Tastatur noch nicht lange genug besitze, aber bis jetzt hat der Akku auf jeden Fall nicht aufgegeben.

Der einzige Nachteil, der mir bis jetzt deutlich wurde, ist, dass das Keyboard zwar mein iPad schützt, aber dabei selbst schnell verkratzt. Das Aluminium steht direkt auf der Tischfläche und schon ein paar Staubkörner reichen aus, um die die Tastatur zu verkratzen. Deswegen habe ich mir von Crumpler noch ein Sleeve besorgt, damit nicht noch weitere Kratzer entstehen.

Also insgesamt kann ich das Logitech Ultrathin Keyboard nur weiterempfehlen! Und wer es jetzt sofort bestellen möchte oder ein paar Bilder des Produkts sehen will, klickt einfach hier