Internet auf dem Land – ein Brief an einen Anbieter

Heute lasse ich einen guten Freund von mir zu Wort kommen. Er wohnt auf dem Land und hat deswegen Internet per LTE und leider Probleme damit, insbesondere mit seinem Anbieter. Hier ein Brief von ihm an Vodafone – lest ihn durch und teilt ihn, damit auch Leute wie er Internet ohne Volumenbegrenzungen nutzen können!

“ Hallo Vodafone,
nachdem ich mehrmals mit der Kundenhotline geredet habe und auch schon einige Beschwerdebriefe/ -mails an Vodafone gerichtet habe, dachte ich mir folgendes:
Ich probiere es einfach mal auf den öffentlichen Weg via Facebook, vielleicht erreiche ich dann endlich mal mehr als nur 0-8-15-Antworten.
Mein Problem, besser gesagt Ärgernis, ist folgendes:
Ich bin seit nun mehr als 1 ½ Jahren LTE-Nutzer und habe den 21600-Tarif. Seit circa einem halben Jahr bin ich nur noch am fluchen. Ich erreiche extrem selten die Geschwindigkeiten, wofür ich teures Geld bezahle, die „Leitung“ ist instabil und nun ist noch seit August die Bandbreitenbegrenzung aktiv geworden. Damit wären wir schon einmal beim ersten Punkt. Die Bandbreitenbegrenzung ist eine totale Frechheit. Ob es nun in LTE oder dem mobilen Internet ist.
Ich meine, was soll den das? Nur weil man viel macht, oder vielleicht sogar beruflich machen muss wird man bestraft?
Um es mal bildlich darzustellen. Mit den theoretischen 21,6 MBit/Sek die ich laut Vertrag erreichen kann, kann man fast alles machen. Youtube läuft einwandfrei, Facebook funktioniert prima. Onlinebanking, E-Mails abrufen, in der Freizeit surfen, Skype, online zocken und zu guter Letzt noch das gute alte Steam benutzen. Alles kein Problem…bis diese beschisse*** Datenvolumengrenze erreicht ist.
Ganz schnell, quasi von hinten an geschlichen kommt sie, die Geschwindigkeitsreduzierung.
Plötzlich sind es anstatt den super 21,6MBit/Sek nur noch 0,4MBit/Sek und nichts geht mehr.
Youtube-Videos laden nicht mal mehr mit niedrigster Qualität (240p), Facebook braucht gefühlte Stunden um vollständig geladen zu sein, nur mal Mails abrufen wird zu einer Höllenfahrt aus fluchen, schimpfen und sich fragen: „Warum hast du den Sche** nur unterschrieben?!?“, Telefonie über Skype wird fast unmöglich, da man stets abgehackt klingt und Onlinebanking kann man geradeso betreiben. Nun bleibt ja noch ein schon genanntes Beispiel übrig. Das gute alte Steam.
Momentan läuft ja der „Weihnachtssale“ und alles ist schön und gut, bis der Fluch kam.
Ich lade jetzt mittlerweile seit circa 5 Stunden an einem Spiel und habe bis jetzt 58MB von 5,3GB geschafft!! Zum Vergleich:
In der Zeit würde ich es schaffen das Spiel mindestens 3-mal zu downloaden, installieren und an zu spielen…ich glaube damit ist die Reduzierung der Geschwindigkeit verbildlicht.
Auch möchte ich darauf hinweisen, dass die Datenbegrenzung ab August 2012 erst aktiviert wurde.
Vorher lief das LTE einwandfrei, hatte meine volle Geschwindigkeit und keine Probleme mit der Stabilität. Doch wer aufmerksam gelesen hat weiß schon worauf ich hinaus möchte.
Ich erwähnte bereits, dass ich seit circa einem halben Jahr Geschwindigkeitseinbußen habe, das Netz instabil ist und ich nur noch am fluchen bin. Vor 2 Tagen, als ich das mit der Begrenzung erfahren habe, ist mir ein Licht aufgegangen. Ungefähr parallel zu diesem Zeitpunkt fing ja an mein Internet zu spinnen. Und ich bezweifle stark, dass das ein Zufall ist. Ein Arbeitskollege von mir hat nämlich seit diesem Zeitraum dasselbe Problem wie ich!!
Kurz gesagt, macht die Begrenzung wieder raus. Davor lief das LTE spitze…es war schnell, stabil und zuverlässig.
Nun zum zweiten Punkt: DER PREIS!!
Klar will jeder Geld verdienen, aber mal ehrlich…das ist extrem frech.
Man zahlt für eine LTE-Leitung extrem viel Geld und hat nach 15GB (in meinem Fall) eine Drosselung, welche man ganz schnell erreichen kann. Der einzige Ausweg ist dann noch Volumen dazukaufen…aber das kostet mächtig!!

Mal ehrlich Vodafone, warum bestraft ihr uns auf dem Land? Ich habe das Gefühl, ihr nutzt es richtig aus, dass wir keine andere Möglichkeit haben.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist extrem schlecht und ich rate hiermit JEDEM, der sich Internet holen möchte und Alternativen zu LTE hat folgendes:
NEHMT DIE ALTERNATIVE! Alles ist besser als LTE!!

Bitte teilt diesen Beitrag, dass möglichst viele Personen ihn sehen. An alle die auch LTE haben und so denken wie ich, fühlt euch frei hier eure Meinung zu veröffentlichen. Über Mitstreiter würde ich mich freuen.
Vielleicht erreichen wir gemeinsam etwas indem wir alle sagen:

„Vodafone, nimm die Begrenzung raus und lass uns frei surfen.Denn mit LTE macht surfen keinen Spaß! Auch wir auf dem Land haben das Recht auf Internet ohne Datenvolumenbegrenzung!“  „

Von Nürnberg nach München mit der Bahn: Eine Odysee

Langsam tänzeln die Schneeflocken in Richtung Boden. Die Welt schaut aus, wie mit Zuckerguss überzogen. Bei solchen Wetterverhältnissen freut man sich immer besonders auf Bahnfahrten. Immerhin ist die Bahn ja schon immer für ihre Pünktlichkeit bekannt.

Gestern befand ich mich in dieser Situation und dachte zunächst, dass alles gut gehen wird. Aber irgendwie wurde ich die Befürchtung einer Katastrophe nicht los. Und tatsächlich: der erste Teil der Wegstrecke klappte wunderbar, dann will ich in Nürnberg schnell umsteigen und was passiert?!? Der Zug hat ca. 60(!) Minuten Verspätung. Es war spät, dunkel, kalt und ich müde. Das hat gleich mal die Stimmung gehoben. Zudem hatte ich Zugbindung.

Kurz wägte ich ab, ob ich meinen Mund halte und einfach auf den Zug warte oder ob ich mich beschweren gehe. Nachdem ich mittlerweile im Beschweren so supergut geworden bin (Freitag erfolgreich mein iPad wegen eines Kratzers im Display getauscht), habe ich mich für diese zweite Variante entschieden.

Der Bahnmitarbeiter war schon sichtlich genervt ob des Zugchaos. Irgendwie hat er mir Leid getan und ich war freundlich zu ihm – er nur bedingt zu mir. Hat aber eindeutig nicht an mir, sondern an der Bahn gelegen. Nach dieser Aktion bin ich jetzt mit ohne Zugbindung und einem Ausdruck der möglichen Verbindungen in der Hand wieder Richtung Gleise gelaufen. Nach einem kurzen Abstecher auf das Bahnhofsklo, um dort meinen Handyakku zu laden und meine Eltern mal vorzuwarnen, dass sie mich evtl. noch eine Nacht aushalten müssen, habe ich mich ins Abenteuer gestürzt.

Es war nämlich nicht so, dass die restlichen Züge pünktlich gewesen wären. Wäre ja zu schön gewesen… Der nächste Zug fuhr nur mit einem Wagen (Mitfahren nicht garantiert), der darauf Folgende hatte einen technischen Schaden und ist gleich ganz ausgefallen. Als Ersatzzug haben sie einen IC geschickt (Mitfahren nicht garantiert).

Gut, ich stehe also am sehr überfüllten Gleis und warte auf den Ein-Wagen-ICE. Als dieser dann mit etwas Verspätung in den Bahnhof einrollt, stürzen sich die Menschenmassen auf die Zugtüren. Irgendwie habe ich das Mitfahren schon abgeschrieben, aber ich hatte Glück. Nicht nur mit rein gepasst habe ich, sondern auch einen Sitzplatz ergattert. Wieso traut sich eigentlich niemand in die Abteile?

Als ein Schaffner vorbeikam und meine Fahrkarte kontrollierte, wies ich ihn auf die Anmerkung seines Kollegen am Bahnschalter auf der Rückseite der Fahrkarte hin. Er entgegnete mir nur: „Heute schau ich nicht mal mehr nach“.

Am Ende meiner Reise war ich dann doch noch in München angelangt und hatte mein Buch zu Ende gelesen. Mit einem Schmunzeln im Gesicht, da ich immer wieder an die Worte des Schaffners denken musste, schlief ich an diesem Abend besonders gut ein. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die nächsten Bahnfahrten wieder reibungslos klappen….

Tollwood

Es gibt eine Veranstaltung in München, die einfach „meins“ ist. Einmal im Sommer und einmal im Winter jedes Jahres gibt es das Tollwood – ein Festival bei dem es um umweltbewusstes und faires Handeln geht.

Dienstag hat das Winterfestival angefangen und ich war zur Eröffnung natürlich sofort zugegen. Es gibt leckeres Bio-Essen, einen Markt der Ideen und andere Kulturen zu entdecken. Dieses Mal ist das Thema „Strom aufwärts“ und soll einen Aufruf darstellen. Einen Aufruf für Mut und Engagement.

In unserer heutigen Welt ist Mut und Engagement gefragt und Tollwood bietet die Möglichkeit wenigstens etwas Engagement zu zeigen. An Ständen vom Kinderhilfswerk oder Unicef kann man Spenden bzw. Waren zur Unterstützung der Organisationen erwerben. Es gibt Stände, die über die aktuelle Situation in Israel aufklären und Unterschriftensammlungen gegen die Delphinjagd in Japan. Man kann außergewöhnliche Dinge erwerben, z.B. Baobab-Pulver zur Nahrungsergänzung oder Lederwaren aus Indien.

Tollwood bietet jedem Menschen die Möglichkeit etwas Gutes zu tun – und wenn es unbewusst passiert. Ich jedenfalls mag Tollwood und man wird mich noch das ein oder andere Mal dort antreffen können. Und vielleicht höre ich mir auch mal einen Vortrag dort an – denn auch das ist geboten…

Zwei in einer Woche: Das Schwergewicht und Skyfall

Manchmal gehe ich monatelang gar nicht ins Kino. Diese Woche war ich gleich zwei Mal. Wieso? Ganz einfach: es waren zwei besondere Begebenheiten, die mich ins Kino lockten.

Die erste trug den Namen „Wake Up Kino“ und der Name war Programm: früh um 6h fing der Film an. Also stand ich um 4.45h auf, machte mich fertig und eine knappe Stunde später saß ich mit Croissant in der Hand und drei meiner Kommilitonen im Kino-Saal.

Das Niveau des Films war der Uhrzeit entsprechend, aber das fand ich gut. „Das Schwergewicht“ ist ein Film von und mit Kevin James in dem es darum geht, dass ein Lehrer für den Erhalt des Musik-Unterrichts anfängt bei Mixed-Material-Arts-Kämpfe anzutreten. Die Story zeigt schon, dass es hier nicht um anspruchsvolle Unterhaltung geht. Es gibt keine komplexen Zusammenhänge oder ähnliches, aber dafür bringt der Film irgendwie Charme mit sich und ich habe viel gelacht. Als Start in den Tag war der Film perfekt und auch in der anschließend folgenden Mathematik-Vorlesung musste ich noch mehrmals an den Film zurückdenken und schmunzeln. Also wer auf der Suche nach einfacher, lustiger Unterhaltung ist, ist mit diesem Film gut bedient.

Gestern Abend lockte Skyfall mich ins Kino. Ein neuer James Bond – da musste ich einfach rein! Irgendwie habe ich mich mit Daniel Craig als James Bond noch nicht so ganz angefreundet – er macht seinen Job gut und Skyfall ist ein sehr guter Film, aber in meiner Vorstellung hat der typische Bond immer noch dunkle Haare und ist ein typischer Brite. Aber vielleicht bin ich da etwas antiquiert und ich habe mich im Gegensatz zu Bond nicht weiterentwickelt… Trotzdem ist der Film sehr lohnend, die Story ist gut und vom Lied von Adele habe ich noch immer einen Ohrwurm. Etwas mehr als 2h hat der Film gedauert und der Spannungsbogen des Films lies die Zeit wie im Flug vergehen. Mir hat’s gefallen und der Film ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Stuttgart Nacht

Lange ist es her, dass ich etwas von mir habe hören lassen. Momentan bleibt mir nur wenig Zeit zum durchatmen und den Großteil des Tages verbringe ich mit Arbeiten für das Studium und die nächste Praxisphase meines dualen Studiums. Manchmal weiß ich nicht, wie ich alles auf die Reihe kriegen soll, aber trotzdem sind Auszeiten sehr wichtig.

Eine solche Auszeit hat mir die Stuttgart Nacht geliefert. Am 20. Oktober fand diese Nacht der Nächte statt und es bot sich ein Abend voller Kultur und am Ende auch Party.

Was ist die Stuttgart Nacht überhaupt? An diesem Abend bzw. in dieser Nacht – nämlich von 19 – 2h – wurden über 500 Aktionen/Veranstaltungen angeboten, die man besuchen konnte. Kaufte man sein Ticket bereits im Vorverkauf konnte man für 14€ eine Nacht lang Stuttgart erobern. An der Abendkasse musste man 2€ mehr bezahlen, aber auch dieser Preis war für das Angebot voll und ganz in Ordnung. Von Theater, über Autorenlesungen, Tanzvorführungen und -kurse bis zu Kochvorführungen und Konzerten gab es alles an diesem Abend.

Natürlich bin ich nicht alleine an diesem Abend losgezogen und so machten wir uns zu zweit auf den Weg. Zunächst ging es zu Budzillus. Budzillus ist eine Musikgruppe, die sehr verrückte und sehr gute Musik macht. Es war ein super Einstieg in den Abend und gerne wäre ich länger geblieben. Aber wir hatten viel vor. Als nächstes wollten wir ins Theater – wollten, weil wir das Theater leider nicht gefunden haben (Stuttgart ist groß…) und dadurch die Vorführung leider verpasst haben. Danach, also nach dieser Irrfahrt, ging es zu einer Operette bzw. einer Vorführung, wie Darsteller an die Umsetzung einer Operette rangehen. Das war sehr interessant und ein Einblick, den man wahrlich nicht allzu oft erleben wird.

Nach der Operette wartete eine Vorführung von Chocolatiers. Schokoladenverkostung inklusive (yamyam, das war lecker). Um den Abend noch abzurunden ging es nachts gegen 1h los Richtung Fernsehturm und so konnten wir die Stadt von oben bei Nacht  bewundern. Und weil der Tag noch jung war, rundeten wir die Stuttgart Nacht noch mit etwas Party ab.

Insgesamt war es für mich ein rundum gelungener Abend. Wenn möglich, werde ich auch nächstes Jahr an der Stuttgart Nacht teilnehmen – es ist definitiv ein Event, dass man sich nicht entgehen lassen sollte!

Noch ein paar Eindrücke gibt es hier: http://www.stuttgartnacht.de/

DIY LEGO – Dose

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Nachdem sich das Lego-Case nicht gerade als praktisch für den Raspberry Pi herausgestellt hatte, habe ich beschlossen diesem eine neue Hülle zu bestellen. Und was ist aus dem alten Case geworden? Genau! Diese Dose. Aus meinem privatem Lego-Vorrat habe ich noch ein paar Steine dazu genommen, damit die Löcher des Cases verschlossen und aus Stabilitätsgründen alles mit Uhu verklebt. Die Dose ist stabil und mir gefällt sie gut (schön bunt, oder?). Irgendwie würde sie sich auch gut als Geschenkverpackung eignen – vielleicht verpacke ich ja meine Weihnachtsgeschenke in Lego-Dosen 😀

Wie gefällt euch die Dose?

Da nachgefragt wurde, hier noch ein Bild von der Unterseite des Deckels – darauf könnt ihr sehen, wie das Verschließen der Dose funktioniert 😉

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Neues vom RPI

Eine Weile ist es her, dass ich von meinem Raspberry Pi berichtet habe. Aber aus Zeitmangel hab ich seitdem auch recht wenig damit gemacht. Aber, was liegt denn da?!?

 

Genau! Mein Raspbi! Raspbian ist erfolgreich installiert, der SSH Server läuft und ein Case hab ich auch mittlerweile. Heute hab ich dann noch den VNC zum laufen gekriegt und jetzt kann ich den kleinen von meinem MacBook aus steuern. Als nächstes will ich den RPI via Crossover mit meinem Notebook verbinden, so dass ich nicht immer den Router brauche um den Rechner zu nutzen. Wenn das dann soweit läuft, denk ich mir aus, was ich als nächstes damit anstelle.

Zum Case: Ich hab die Anleitung für ein Lego-Case befolgt und muss sagen: es überzeugt mich nicht. Irgendwie sind die Steine zu locker miteinander verbunden und es löst sich ständig irgendwo ein Stein. Werde mir wohl ein anderes Case besorgen, damit der Computer wirklich keinen Schaden nimmt.

So viel zum Zwischenstand in Sachen Raspberry Pi. Mehr in Kürze 😉

Bachelorette – oder: Schlimmer geht’s nicht mehr

Gestern Abend wollte ich einfach nur einen schönen Film sehen und dabei den Tag ausklingen lassen. Blöderweise bin ich dazu in die Sneak Preview eines örtlichen Kinos gegangen und wurde leider enttäuscht.

Bis jetzt hatte ich bei den Filmen in den Sneaks immer Glück. Alle waren einigermaßen gut und zumindest nicht so schlecht, dass man es nicht ertragen konnte. Gestern war das anders. Es wurde der Film Bachelorette gezeigt (OV) und nach einer halben Stunde war es einfach des guten zu viel. Die Handlung war weder mitreisend noch fesselnd, es war einfach langweilig und grausam.

Mitbekommen habe ich von der Handlung so viel: Da gibt es vier Freundinnen, eine wird heiraten. Am Vorabend der Hochzeit machen sie Party, dann wird die etwas fülligere Braut von einem Stripper beleidigt und verzieht sich schlecht gelaunt. Die anderen drei Frauen feiern weiter, wobei sie versuchen zu zweit das Hochzeitskleid der Braut anzuziehen. Sie passen rein, aber – oh Wunder – zerreißen es dabei. Also rennen sie nachts und unter Drogeneinfluss durch die Großstadt und versuchen das Kleid zu reparieren bzw. ein neues zu kriegen.

Meiner Meinung nach sagt das schon alles aus. Die Umsetzung des Ganzen kam mir nicht besser vor als die Handlung selbst und ich war froh, als ich den Kinosaal verlassen hatte. So einen Film sollte sich keiner antun müssen!

Wenn ich mal Kinder habe…

Wetten, ihr habt das früher auch gedacht? Und den Satz je nach Alter anders beendet. Mag in der Grundschule noch der sehnlichste Wunsch nach so viel Schokolade, wie man möchte da gewesen sein oder nach einem neuen Comic-Heft mit super tollem Zubehör, entwickelt es sich schnell zu den coolsten Klamotten, die man nicht bekommen hat oder einem neuen Spiel für die Spielekonsole.

„Wenn ich mal Kinder habe, dürfen sie alles machen, was sie wollen“ oder „Wenn ich mal Kinder habe, kriegen sie alles was sie sich wünschen“ denke und sage ich schon lange nicht mehr. Mittlerweile hab ich die Schule abgeschlossen und studiere. Dementsprechend haben sich meine Ansichten entwickelt bzw. geändert. Jetzt denke ich so etwas wie „Meine Kinder erziehe ich zur Selbstständigkeit“ und „Mein Kind wird kein Smartphone kriegen bis es dieses oder jenes Alter erreicht hat“. Irgendwie bin ich mittlerweile auf die böse Seite der Erwachsenen gerutscht, aber irgendwie kann ich die Entscheidungen meiner Eltern auch besser nachvollziehen. Das liegt daran, dass mir der Ernst des Lebens bewusst geworden ist, die Gefahren und Schwierigkeiten, aber auch die Chancen. Klar bin ich noch jung, aber stehe mit einem Fuß schon mitten im „Erwachsenen-Leben“ – dem Leben in dem alles Ernst ist. Ich werde mein Bestes geben, dass ich die Tür der Kindheit, in der das Leben noch eine gewisse Leichtigkeit und Unbeschwertheit hatte (jedenfalls großteils…) nie ganz zuschlagen lasse, damit die Freude und der Spaß am und im Leben nicht verloren gehen.

Meine Kinder werden bestimmt auch irgendwann mal sagen „Wenn ich mal Kinder habe…“ und vielleicht werde ich eine wirklich strenge Mutter, aber hoffentlich werden auch sie irgendwann wissen, wieso das ein oder andere nicht geht. Noch wichtiger ist nur, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe – denn das Schlimmste wäre wohl, wenn das Leben der Kinder schon zu dem der Erwachsenen wird. Erwachsen sind wir immerhin noch lange genug…

Geocaching – ein Nerd-Hobby?!?

Zumindest früher – heute ist es wohl eher ein Trend-Hobby. Gestern habe auch ich mich mal auf die Suche nach den versteckten Dosen und Boxen in meiner Umgebung gemacht und einige gefunden.

Gegen 15h bin ich zusammen mit einem Kumpel aufgebrochen und habe mich auf die Suche gemacht. Er verfolgt das Hobby schon länger und hat mir alles erklärt. Eigentlich ist es recht einfach: man sucht sich auf http://www.geocaching.com Caches in seiner Umgebung heraus, lädt sich die GPS-Koordinaten runter und sucht dann die entsprechenden Orte mit Hilfe eines GPS-Geräts (Smartphone geht auch). Dort ist dann ein Cache versteckt, den man finden muss – das kann auch Klettern oder Graben beinhalten.

Am Anfang waren die Verstecke für mich vollkommen unsichtbar und ich war erstaunt, wie schnell mein Kumpel die Caches gefunden hatte. Immerhin sind diese meist gerade mal so groß wie eine Filmdose (okay, um genau zu sein ist es meistens eine Filmdose). Das Döschen macht man auf, trägt sich ins Logbuch ein und versteckt es wieder. Manchmal sind es auch größere Boxen und darin befindet sich dann nicht nur das Logbuch sondern auch Kleinzeug, dass man gegen gleichwerte Dinge tauschen kann.

Das Cache suchen alleine hat schon Spaß gemacht, aber noch besser wurde es, als wir unterwegs andere Cacher getroffen haben und dann die Runde mit diesen weitergegangen sind Es gab also zum Spaziergang und der Suche auch noch neue Bekanntschaften und nette Gespräche dazu.

Irgendwie ist es zwar relativ sinnlos seinen Namen auf Papier zu schreiben und irgendwo zu verstecken, aber dafür sieht man mehr von seiner Umgebung und ist an der frischen Luft. Mir hat es Spaß gemacht und vielleicht begebe ich mich ja tatsächlich mal wieder auf die Suche nach den kleinen Boxen. Denn sie sind mitten unter uns…