Raspberry Pi – jetzt hab ich auch einen

Mitte/Ende Juli kam endlich die lang ersehnte Mail – jetzt durfte ich auch endlich einen bestellen. Einen Raspberry Pi. Aber mich schreckte die Aussage „Lieferzeit ca. 11 Wochen“ ab und ich bestellte nicht. Das diese Entscheidung sehr schlau war, hat sich mittlerweile herausgestellt. Mein Mitbewohner hat nämlich bestellt – und seinen RPI noch immer nicht geliefert bekommen.

Als vor zwei bis drei Wochen ein Kommilitone fragte, ob jemand an einer Sammelbestellung interesse hätte, entschied ich mich doch noch einen RPI zu bestellen. Auch in diesem Fall habe ich mit einer Lieferzeit von mehreren Wochen gerechnet, aber diesmal handelte es sich nur um ein paar Tage. Es wurden also einige Mini-Computer bestellt und letzten Freitag hielt ich meinen endlich in den Händen.

Allerdings kann man alleine mit der Platine nicht viel anfangen und muss sich erst Zubehör beschaffen. Zusätzlich zu dem 36.55€ teuren RPI besorgte ich mir noch eine Speicherkarte, um darauf das Betriebssystem zu installieren. Mein Handyladegrät konnte als Netzteil verwendet werden, LAN-Kabel, Tastatur und Maus waren auch im Haus. Also das Ganze am Fernseher meiner Eltern angeschlossen und den Installationsprozess gestartet. Alles funktionierte wunderbar und mein Raspberry Pi läuft jetzt.

Als nächstes baue ich dem RPI ein Case, dann werde ich mich wohl um das ein oder andere Zubehör kümmern. WLAN wäre z.B. schön zu haben oder mehr Speicher – aber das hat alles ja noch Zeit…

 

Kurzbesuch in einer anderen Welt

Im Frühjahr war ich beim VCFe – und im Herbst (also jetzt) beim Tag der offnen Tür des Shackspace, dem Stuttgarter Hackerspace. Zwei Nerdtreffen, die unterschiedlicher nicht sein könnte, aber trotzdem unglaublich viele Gemeinsamkeiten hatten.

Man könnte sagen, der Shackspace ist ein Schuppen voller Verrückter, die sich und das ganze Gebäude über kurz oder lang in die Luft jagen werden. Oder aber man betrachtet die Innovationskraft und Kreativität, die an diesem Ort vorherrscht. Ein Sammelsurium an unglaublichen Dingen bildet den Rahmen und mittendrin einige Leute, die daraus Neues bauen. Es gibt alles, was man sich an technischem Spielzeug nur vorstellen kann. Server, Oszilloskope, ein Aufnahmestudio, Platinen, Lötkolben, eine Drehbank – die Liste ist unendlich fortführbar. Wie genau man an einen Industrielüfter oder eine alte Telefonzelle kommt, weiß ich nicht, aber auch das gibt es dort. Einen Platinendrucker haben die Jungs und Mädels vom Shackspace oder einen Staubsauger, den sie aus drei kaputten Exemplaren zusammengesetzt haben.

Im ganzen Gebäude herrscht eine ausgewogene Mischung aus Chaos und Kreativität – Wände sind bemalt, es fliegt überall Technik rum und ein paar alte Sofas schaffen Gemütlichkeit.

Als ich heute am Shackspace ankam – irgendwo in einem Teil Stuttgarts in dem ich noch nie zuvor war – wurde ich herzlich empfangen und man hat mir gleich alles erklärt. Man kümmert sich dort um Besucher und die fühlen sich deshalb sofort wie zu Hause.

Mich hat der Kurzbesuch im Shackspace begeistert! Vielleicht wiederhole ich ihn irgendwann – und komme zum Beispiel zum nächsten Tag der offenen Tür. Und auf jeden Fall empfehle ich allen dort mal vorbeizuschauen – bei den Kreativen Bastlern vom Hackerspace Stuttgart.

iPad Zubehör: Logitech Ultrathin Keyboard

Vor einiger Zeit habe ich mir ein iPad gekauft und passend dazu gleich eine Tastatur. Mir ist es wichtig auch mit dem iPad längere Texte bequem – also mit einer „richtigen“ Tastatur – verfassen zu können und nach einigem überlegen, habe ich mich für das Logitech Ultrathin Keyboard entschieden. Stolze 100€ muss man dafür hinlegen, aber bekommt eine wirklich dünne und leichte Bluetooth-Tastatur. Der Hersteller verspricht zudem, dass die Tastatur als Schutz für das iPad verwendet werden kann.

Im Laufe der letzten Wochen habe ich das Keyboard lieb gewonnen und die Vorteile überwiegen tatsächlich. Da es leicht und flach ist, habe ich mein iPad immer in Kombination mit der Tastatur dabei. Die Tastengröße ist ideal, das Schreiben mit der Tastatur funktioniert super und sie ist eine geniale Ergänzung zum Tablet. Die Verbindung zwischen Tastatur und iPad, um das Keyboard als Cover zu verwenden, durch die Magnete funktioniert super (gleiches Prinzip wie beim SmartCover). Möchte man die Tastatur verwenden, steckt man das iPad einfach in die dafür vorgesehene Mulde und auch hierbei wird das iPad durch eine Magnetverbindung fixiert. Das funktioniert wunderbar und das iPad steckt in der Tastatur fest. Der Akku der Tastatur hält angeblich 6 Monate, bis man sie wieder laden muss. Davon konnte ich mich natürlich noch nicht überzeugen, weil ich die Tastatur noch nicht lange genug besitze, aber bis jetzt hat der Akku auf jeden Fall nicht aufgegeben.

Der einzige Nachteil, der mir bis jetzt deutlich wurde, ist, dass das Keyboard zwar mein iPad schützt, aber dabei selbst schnell verkratzt. Das Aluminium steht direkt auf der Tischfläche und schon ein paar Staubkörner reichen aus, um die die Tastatur zu verkratzen. Deswegen habe ich mir von Crumpler noch ein Sleeve besorgt, damit nicht noch weitere Kratzer entstehen.

Also insgesamt kann ich das Logitech Ultrathin Keyboard nur weiterempfehlen! Und wer es jetzt sofort bestellen möchte oder ein paar Bilder des Produkts sehen will, klickt einfach hier

Facebook, Twitter und Co.@Politik – eine Podiumsdiskussion

Der 03. Mai 2012 war für mich hauptsächlich ein Tag der Abschiede, aber es war auch ein Tag des Wiedersehens: Abends besuchte ich eine Podiumsdiskussion, veranstaltet von der Hanns-Seidel-Stiftung im Konferenzzentrum München, zum Thema „Facebook, Twitter und Co.@Politik: Veränderte politische Beteiligung und Kommunikation durch Social Media?“ bei der ich viele liebe Menschen, die ich teilweise schon lange nicht mehr gesehen hatte, wiedergetroffen habe.

Die Podiumsteilnehmer waren Tomás Vio Michaelis, Andreas Bachmann, Renate Dodell, Andreas Jungherr, Daniel Michelis und Matthias J. Lange. Zunächst gaben alle sechs ein Eingangsstatement ab. Besonders eindrucksvoll fand ich das Statement von MdL Renate Dodell, das von ihrem Einsatz von facebook und twitter handelte und ihre positive Einstellung den Sozialen Netzwerken gegenüber zeigten. Sie nutzt Social Media gezielt für ihre politische Arbeit, was ich sehr gut finde, und erwähnte zudem, dass der bayrische Landtag twittert.

Tomás Vio Michaelis berichtete von seiner Heimat Chile und dem Fall Camila Vallejo – der Anführerin der Studentenbewegung in Chile und Mitglied der Juventudes Comunistas de Chile (Jugendverband der Kommunistischen Partei Chiles). Diese reagierte nicht auf die Tweets von Yoani Sánchez – der Autorin des ersten unzensierten Blogs aus Kuba (Generación Y) – und deren Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch.

Auch Andreas Jungherr von der Universität Bamberg und Prof. Dr. Michaelis brachten interessante Aspekte in die Diskussion ein, wie zum Beispiel, dass immer mehr ältere Menschen facebook beitreten und es beispielsweise passiert, dass die eigene Mutter mit der Ex-Freundin befreundet ist. Michaelis stellte dem Publikum zudem die Frage: „Wer von Ihnen hat noch einen Wecker, mit dem man nicht telefonieren kann?“. Er spielte damit auf die zunehmende Anzahl der Smartphones und deren starke Einbindung in den Alltag an. Jungherr hingegen meint, dass viel von der Aufregung um die sozialen Medien in zehn Jahren verschwunden sein wird und wir gelernt haben werden, besser damit umzugehen.

Andreas Bachmann vom BR erläuterte ein neues Projekt des Bayrischen Fernsehens. Am 14. Mai startet um die Rundshow, eine Sendung bei dem die Zuschauer beim Fernsehen beteiligt werden sollten und das typische Sender – Empfänger – Modell aufgebrochen wird. So werden Studiogäste per Skype zugeschalten und die Zuschauer können per twitter u.ä. ihre Meinung live während der Sendung kund tun. Weitere Infos findet ihr hier.

Matthias J. Lange lieferte ein sehr eindrucksvolles und kurzweiliges Statement. Er sagt, es sei nicht alles immer weiß oder schwarz – die Welt sei grau. Außerdem fragte er in die Runde, wer früher einen C64 hatte und erzählte davon, dass man auch schon früher auf dem Pausenhof Daten illegal getauscht hatte – und zwar die Spiele für den Computer. In der anschließenden Diskussion fügte er noch hinzu, dass die Frage nach Datenschutz ein deutsches Thema sei, aber ein wichtiges. Des Weiteren ist Medienkompetenz wichtig und Datenschutz ergibt sich daraus, deshalb ist es unabdingbar Schülern von Anfang an diese Kompetenz zu vermitteln.

Die Veranstaltung konnte schon fast als twitter – Treffen und die twitterwall war stets gefüllt, auch dank der Podiumsteilnehmer bzw. um genau zu sein eines Podiumsteilnehmers :). Die Resonanz auf die Veranstaltung war insgesamt sehr positiv und auch ich kann mich dem nur anschließen. Am Ende des Abends war allerdings der Akku meines Smartphones leer…

VCFe 13.0 – Vintage Computer Festival 2012

Es hört sich schon vom Titel her nach einem Nerd-Treffen an. Und es ist irgendwie auch eins. Aber ein super phänomenales!

Dank Twitter hab ich von diesem Festival erfahren und war sofort begeistert. Da keiner mitwollte bzw. -konnte, bin ich kurzerhand alleine hingefahren (ohne mir große Gedanken zu machen).

Zum Glück habe ich die Halle schnell gefunden, da es weder weit von der S-Bahn-Haltestelle noch zu versteckt war. Okay, die Schilder habe ich übersehen, aber die zwei Kerle vor mir nicht 😀

Als ich die Halle betreten hatte ist mir aufgefallen, dass es wohl nicht so ganz die frauentypische Beschäftigung am Wochenende ist auf ein Vintage Computer Festival zu gehen. Das war mir aber irgendwie egal und so fing ich an mir einen Überblick zu verschaffen, was es denn so alles zu sehen gab. Damit ihr auch etwas davon habt, hier eine kleine Auswahl:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie ihr sehen könnt, war der Roboter auch dabei 🙂

Es war super, wie viele verschiedene Computer man nicht nur anschauen sondern auch anfassen konnte (man die Funktionalität der einzelnen Ausstellungsstücke durchaus auf die Probe stellen durfte). Besonders aufgefallen bei der Ausstellung sind mir zum einen die vielen alten Apple-Computer, der Next – Computer, die Ausstellung zu Hewlett-Packard und die Geräte von Robotron. Die Aussteller waren immer gerne dazu bereit einem ihre Geräte und deren Funktionsweise zu erklären und so habe ich einiges neues dazugelernt.

Richtig viel Spaß gemacht hat auch das Real Life Pong. Dazu gibt es sogar ein Video:

Auf alle Fälle kann ich euch empfehlen nächstes Jahr mal beim VCFe (27. – 28. April 2013) vorbeizuschauen. Weitere Infos gibt’s hier: VCFe