Salzburg im Winter

Gestern ging es mit dem Zug über die deutsche Grenze nach Österreich. Ein Besuch des Salzburger Weihnachtsmarktes mit ein paar Freunden stand auf dem Plan.

Bis zu diesem Tag war ich noch nie in Salzburg und deswegen sehr gespannt auf die Stadt. Ich wurde nicht enttäuscht. Salzburg ist wunderschön, alte Häuser, kleine Gassen, Kaffeehäuser und Mozartkugeln überall.

Es war bitter kalt und hat den ganzen Tag geschneit. Als wir ankamen hatte ich erstmal Hunger und so begaben wir uns zunächst in eine Wirtschaft. Kaum hatte ich die Speisekarte in der Hand musste ich feststellen, dass es entweder Gerichte mit Fleisch oder Süßspeisen gab. Da ersteres gar nicht auf meinem Speiseplan vorkommt und letzteres nicht gerade zu meinen Lieblingsspeisen gehört, habe ich dem Kellner gesagt, dass ich erstmal eine Portion Pommes möchte. Dem ist erstmal die Kinnlade runtergeklappt (ist ihm wohl vorher noch nicht mehr passiert…), aber als ich dann noch einen Topfenstrudel für danach orderte, antwortete er schmunzelnd: „Das kriegen wir hin.“

Die Pommes waren gut, aber der Topfenstrudel wesentlich besser. Kann ich jedem nur empfehlen zu probieren! Der Kellner hatte seinen Spaß und machte jedes Mal beim Vorbeikommen einen Scherz.

Danach haben wir die Stadt erkundet. Mein persönliches Highlight war der Laden mit den Blechrobotern – da hab ich gleich mal meine Sammlung erweitert! Dann gab es Schokoladen-Läden (Zotter), Konditoreien und ganz viele andere kleine Läden. Richtig schön da!

Der Weihnachtsmarkt ist mitten in der Stadt und einige Kirchen drum herum. Diese haben wir uns auch gleich angeschaut und es ist wahrlich beeindruckend, was diese Stadt zu bieten hat!

Zum Abschluss des Tages ging es noch in ein Café und es gab sehr leckeren Kuchen. Durchgefroren wie wir waren, erfreuten wir uns besonders an Kaffee und heißer Schokolade.

Salzburg im Winter gefällt mir. Wie wohl Salzburg im Sommer ist?!?

40m nach oben – und der Schlossplatz liegt zu deinen Füßen

Gestern – am Tag des Handwerks – fand auf dem Stuttgarter Schlossplatz Aktion statt bei der sich viele Unternehmen präsentiert haben. Dort konnte man einiges entdecken und außergewöhnliche Sachen erleben. So war es zum Beispiel möglich, sich mit einem Kran in einer Gondel 40 Meter in die Luft heben zu lassen und einen außergewöhnlichen Blick auf Stuttgart werfen. Ich habe die Chance genutzt und dabei ein Fotos gemacht, die ihr jetzt bestaunen könnt:

Mit der Gondel gings weit nach oben

 

Blick durch den Boden der Gondel

Die Königsstraße in klein

Der Schlossplatz aus 40m Höhe

Das Schloss und im Hintergrund die Stadt

Und Kühe sind doch nicht lila – Ein Ausflug ins Allgäu

So als Neu-Großstädterin zieht es mich ab und an zurück in die Natur. Deshalb habe ich einen Kurzurlaub im Allgäu eingelegt, dessen Höhepunkt ich euch ja schon geschildert habe (für alle, die es noch nicht gelesen haben: Einfach hier klicken). Natürlich habe ich noch einiges mehr erlebt und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

 

Freitag morgens machte ich mich auf den Weg nach Kempten, um einen Freund zu besuchen. Nachdem ich zu Beginn die eher unspektakulären Teile (=Wohngebiete) der Stadt zu Gesicht bekam, konnte ich am frühen Nachmittag einen Weiher bewundern und meine Minigolf-Künste unter Beweis stellen. Danach lockte noch die beste Eisdiele der Stadt, die sich als wirklich gut herausstellte 🙂

Samstag ging es zunächst kurz in die Natur. Der Ausblick war atemberaubend:

 

Auch das Christentum kam – wie für Bayern typisch – nicht zu kurz:

 

Irgendwie mag ich die Gegend – es ist idyllisch und die Häuser haben einen unglaublichen Charme:

 

Um die Natur richtig zu erleben, fahrt ihr am besten selbst in die Gegend und geht Wandern. Die vielen Berge in der Gegend laden zu kleineren und größeren Wanderungen ein und bieten Ruhe und Entspannung. Immer wieder sieht man unterwegs Bauernhöfe, die abgeschieden von der Stadt liegen, um anschließend wieder vollkommen in die Einsamkeit der Umgebung abzutauchen.

Es lohnt sich auch Kempten anzuschauen. Die Innenstadt ist schön und bietet mit einigen Läden auch wunderbar Gelegenheit einkaufen zu gehen. Es gibt nette Cafés und einen schönen Irish Pub, ein riesiges Einkaufszentrum und auch wegen ihrer Architektur ist die Innenstadt einen Besuch wert.

 

Also wenn ihr mal in die Nähe kommt, schaut euch dort um! Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!

Lost in Translation

Vor ein paar Monaten ist mir in der U-Bahn etwas Komisches passiert. Ein Mann, der offensichtlich ein Ausländer war, hat mich angesprochen und irgendwas in Richtung „American? Russian?“ gefragt. Anschließend hat er noch ein paar mir unverständliche Sätze von sich gegeben. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte und war froh als ich endlich aus der Bahn aussteigen konnte und damit das Problem der Verständigung „gelöst“ war.

An dieses Erlebnis wurde ich heute Abend zurückerinnert – nur, dass es diesmal um einiges seltsamer war. Aber von Anfang an: Freitag morgens habe ich mich auf den Weg ins Allgäu gemacht, um Lukas zu besuchen und Kempten kennen zu lernen. Was ich da so erlebt habe, erzähle ich euch demnächst. Im Moment beschränken wir uns mal auf Samstag Abend.

Eigentlich wollten wir ja Billard spielen gehen. Eigentlich. Blöderweise hatte die Billard-Bar geschlossen und so sind wir kurzerhand auf den örtlichen Pub ausgewichen. Ein kleiner, schöner und sehr authentisch wirkender irischer Pub, der eigentlich einen gemütlichen Abend versprach. Wir setzten uns also an einen Tisch und es dauert nicht lange bis ein Mann mit offenem Hemd, bei dem lediglich ein Knopf geschlossen war und somit den nackten Bauch dieses Wesens offen legte, an unseren Tisch trat und etwas unverständliches murmelte. Nach einigen Missverständnissen konnten wir herausfinden, dass er wohl zuvor an dem Tisch gesessen hatte und nur kurz auf Toilette war und wir uns in der Zwischenzeit an seinem Tisch niedergelassen hatten. Nachdem geklärt war, dass das „No Problem“ sei, setzten Lukas und ich unser Gespräch fort und störten uns nicht weiter an der Anwesenheit des Mannes.

Das ging eine Weile ganz gut, aber als wir unsere Getränke serviert bekamen. Nach dem Anstoßen mit unseren betrunkenen Gegenüber versuchte er ein Gespräch mit uns zu beginnen. Leider – oder vielleicht war das auch besser so – gestaltete sich dies als äußerst schwierig, da er weder Deutsch sprechen konnte noch war sein Englisch verständlich. Aus den ersten Gesprächsfetzen entnahmen wir, dass er bei der Telekom arbeitet und Glasfaserkabel verlegt. Deshalb reist er durch ganz Deutschland und ist erst seit 2 Monaten hier. Ursprünglich stammt er aus Litauen. Zwei Jahre hat er in England gearbeitet und dort immer wieder sein gutes Guiness getrunken, aber in Litauen konnte er es einfach nicht bekommen und war aufgrund dessen vom Irish Pub begeistert. Zudem mag er nicht jedes deutsche Bier. Um diese Informationen zu erhalten, war einiges Nachfragen und Scharade spielen notwendig.

Doch dann entwickelte das Gespräch eine seltsame Richtung. Zunächst wollte er uns mitteilen, dass es in Deutschland warm ist oder vielleicht fand er auch etwas anderes heiß – so genau weiß man das nicht. Anschließend teilte er uns durch eine ausgefeilte Zeichensprache mit, dass er die Mädchen an dem einen Nachbartisch – nennen wir es mal hübsch – findet und die am anderen Nachbartisch nicht. Oder er fand die Kerle an den Tischen nicht attraktiv. Auch das war nicht so genau zu entnehmen – seine Zeichensprache war undurchsichtig, seine Ausdrucksweise wohl auch durch den Alkohol stark gehemmt. Anschließend erklärte er uns, wie gut Guiness ist und tauchte seinen Finger in die Schaumkrone um danach den Schaum von seinem Finger zu lecken. Daraufhin zeigte er auf Lukas Bier, dann auf mich und wollte offensichtlich, dass ich es ihm gleich tue. Aus wahrscheinlich nachvollziehbaren Gründen habe ich aber auf diese „Tat“ verzichtet.

Uns wurde langsam etwas mulmig und wir waren uns schon zu diesem Zeitpunkt einig, dass wir nicht mehr lange bleiben wollten. Nur noch das Getränk austrinken und dann lieber woanders hingehen. Doch dann kam der Höhepunkt des Gesprächs. Er zeigte auf uns beide und machte noch eher verwirrende Gesten und als wir sagten „We don’t understand you“, antwortete er nur „You understand good“, wir: „No“,  er: „Yes, you understand good“. So ging das eine Weile bis er wohl davon überzeugt war, dass wir doch nicht soooo „good“ verstanden hatten und er fing an nachzudenken. Dann setzte er zu einem erneuten Erklärungs- oder was auch immer Versuch an. Erst zeigte der Mann auf Lukas und mich, dann anschließend auf sich und machte abschließend ein paar eindeutig zweideutige Gesten. Das wiederholte er noch mal, als er in ratlose Gesichter blickte und wollte anschließend von uns ein nicken und den Daumen noch oben gezeigt haben. Für uns war das allerdings des guten zu viel und es blieb nur noch eine Lösung: Flucht! Und so zahlten wir, erklärten, dass wir los müssten und verabschiedeten uns. Aber auch das Hand schütteln war ein Fehler, zumindest was meine Wenigkeit betraf. Was auch immer er vorhatte, auf jeden Fall hat er die Chance ergriffen und noch kurz an meine Brust gefasst, bevor wir den Laden verlassen konnten.

Nun ja, insgesamt war der Abend zwar erschreckend, aber irgendwie auch lustig. Noch mal brauche ich so ein Erlebnis nicht und irgendwie bin ich auch froh, dass ich dank der Verständigungsprobleme, die durch die Sprachbarriere entstanden, nicht alles verstanden habe, was der Kerl gesagt hat. Oder vielleicht hätte sich am Ende alles als harmlos herausgestellt und wir haben nur alles missverstanden?!? Aber das werden wir wohl nie erfahren….

Übrigens Lukas Blog findet ihr hier 😉

Die Reise des Packesels

Dank meines Dualen Studiums darf ich alle paar Monate umziehen. Dann heißt es (fast) mein gesamtes Hab und Gut über 200km mit Zug, S-Bahn und zu Fuß transportieren. Immer wieder kann ich dabei die Hilfsbereitschaft meiner Mitbürger feststellen… oder eben auch nicht.

Als ich die letzten Male umgezogen bin, haben mich fast nur Männer angesprochen, ob sie mir helfen können. Da bin ich auch mit frisch gewaschenen Haaren, einem Lächeln auf dem Gesicht und ausgeschlafen verreist. Gestern war das anders. Mir wurde NUR von Frauen Hilfe angeboten. Ich war total fertig, hatte meine Haare zu einem einfachen Knoten zusammengefasst und total müde – kein Wunder nach max. 5h Schlaf, weil am Vortag ein Konzert war, und dem Streichen eines Zimmers.

Irgendwie finde ich das schon fast schade. Gestern hatte ich sogar den Eindruck, dass sich der ein oder andere Kerl über mich amüsiert hat. Klar, es muss schon ein nicht gerade alltäglicher Anblick sein, ein Junges Mädchen mit einem Trekkingrucksack, einem Notebookrucksack, einer Kameratasche, einem Stoffbeutel voller Essen und einem Koffer zu sehen. Trotzdem liebe Männerwelt: Genau an solchen Tagen brauchen wir eure Hilfe besonders – nicht, wenn wir nur eine Reisetasche die Treppe runter tragen!  Und Vielen Dank an alle Frauen, die mir gestern ihre Hilfe angeboten haben!

Vom Bleistift in Stein

Manche Menschen legen sich bei Kleidung auf eine bestimmte Marke fest – ich tue es u.a. bei Bleistiften.

In Stein werden seit nunmehr 250 Jahren Bleistifte von Faber-Castell hergestellt. Genau genommen sind es mittlerweile nicht nur Blei-, sondern auch Buntstifte, Kugelschreiber, Füllfederhalter und einiges mehr.

Die Familiengeschichte der Faber-Castell ist zudem beeindruckend: Einst begründete ein Schreiner das Unternehmen und im Laufe der Zeit ist dieses weltweit bekannt geworden (und die Familie reich…)

Nur jeden dritten Sonntag im Monat öffnet das Schloss in Stein seine Pforten: Es ist das Schloss Faber-Castell.

Leider darf man im Inneren des Schlosses nicht fotografieren und ich muss euch die schön gestalteten Räume vorenthalten. Aber zumindest von außen kann ich es euch zeigen:

Schloss

Ein Highlight der Führung durch das Anwesen war definitiv das Herrenbad. Zwar war das Damenbad farblich eher mein Geschmack, aber mit dem sehr seltsam anmutenden „Duschkäfig“ im Herrenbad konnte es doch nicht mithalten. Sehr alt und doch modern – Der Käfig bot dem Nutzer ein tolles Duschvergnügen; von allen Seiten wurde er aus Düsen mit Wasser bespritzt. Heute kann eine solche Vorrichtung weniger käfigartig gelöst werden, allerdings muss man sich so eine Dusche auch erstmal leisten können!

Wäre ich noch ein Kind, würde ich mir definitiv das riesige Puppenhaus aus dem Spielzimmer der Kinder wünschen.

Ansonsten hat das Schloss die mehr oder weniger „typischen“ Räume – vom Empfangszimmer über die Räume zur Repräsentation bis zu den privaten Gemächern ist alles vorhanden und wunderschön hergerichtet und gestaltet. Auch die Außenanlage ist eines Blickes zu würdigen, denn es findet sich u.a. dieses Kunstwerk dort:

Ein Besuch des Schloss Faber-Castell lohnt sich auf alle Fälle!

Wer sich zudem für Geschichte und Herstellung von Bleistiften interessiert, kann mit dem Kombiticket nicht nur das Schloss, sondern auch das Museum „Alte Miene“ besichtigen.

Abschließend lädt der Shop im Gärtnerhaus zum Einkaufen ein. Dort gibt es Sonderangebote und Rabatte, die sehr verlockend sind und vielleicht verliebt sich ja auch manch einer in ein Produkt, wie ich mich in den Füllhalter AMBITION Birnbaum – leider steht der bis jetzt aber nur auf meiner Wunschliste…

En France…

Die Reise nach Irland, die ich letztens geschildert habe, endete mit einer Übernachtung in Frankreich. In Rouen sollten wir eine Nacht bleiben und uns außerdem am nächsten Morgen eine Kathedrale anschauen. Franzosen habe ich allerdings schon vor dem Betreten des Festlandes getroffen. Auf der Fähre von Wexford nach Cherbourg trafen wir eine Gruppe Franzosen, die wetterbedingt nicht wie geplant mit dem Flugzeug reisen konnte. Wir kamen ziemlich schnell mit den Franzosen ins Gespräch – obwohl wir Französisch sprechen konnten zogen es die Franzosen vor Englisch mit uns zu reden. Der Abend war unterhaltsam – auch wenn sich der ein oder andere das Ende des Abends anders vorgestellt hatte…

In Frankreich angekommen – genau genommen in Rouen – war es schon später am Abend und wir mussten uns noch auf die Suche nach Essen machen. Zum Glück hatten noch ein paar einzelne Dönerbuden offen und wir entschieden uns für Panini.  Die Auswahl war nicht groß (Dönerfleisch oder Käse), aber dafür das Essen sehr lecker.

Wie überall auf der Welt gibt es auch in Frankreich diese eine riesige und jedem bekannte Fastfoodkette. Das Angebot variiert minimal von Land zu Land. In Frankreich gab es dort sogar Mousse au chocolat. Die war unglaublich lecker – obwohl die Preise dort relativ teuer waren – und ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Einen etwas unschönen Zwischenfall gab es dann leider auch noch. Ein paar Franzosen, die schon etwas tiefer ins Glas geschaut hatten, wollten uns in ihre Bar „locken“ und als wir ablehnten wurden sie aggressiv. Der Abschluss des Tages war also leider nicht ganz so schön…

Der Eindruck, den ich von Rouen gewonnen habe, hat bei mir bewirkt, dass ich unbedingt noch einmal länger in Frankreich Urlaub machen und das Land näher erkunden möchte!

Éire

 

Da kommt man nichts ahnend in den Englischunterricht und wird plötzlich an eine wunderbare Reise erinnert.

Aber erst zur Vorgeschichte des Ganzen. Wir lesen zur Zeit Educating Rita. Parallel schauen wir uns die Verfilmung an. Vielleicht hat von euch schon jemand den Film gesehen… auf jeden Fall spielt dieser in Irland! Um genau zu sein studiert die Hauptfigur Rita am Trinity College Dublin.

Im Frühjahr dieses Jahres nahm ich an einer Rundreise durch Irland teil, die mich u.a. nach Dublin führte. Dort konnte ich das Book of Kells bewundern, eine Whiskey-Destillerie besichtigen und natürlich habe ich mir das GUINNESS STOREHOUSE nicht entgehen lassen! Der Ausblick auf Dublin war atemberaubend! Auch das Nachtleben in der Großstadt war ungewöhnlich. Je knapper, desto besser schien der Grundsatz der Damen bei der Wahl der Kleidung gewesen zu sein. Und was die Schuhe betraf, kann man das knapper einfach durch höher ersetzen.

Friedhöfe, verfallene Klöster, Kirchen, Burgen usw. waren ständig zu besichtigen. Als Kontrast zum Grau der Steine bot sich das satte Grün der Insel. Das konnte man auch gut „mitnehmen“ – Kleeblätter, Kobolde und noch mehr grüne Mitbringsel wurden in den vielen Souvenirläden dargeboten. Nachdem der Aufenthalt in Dublin beendet war, konnte ich mein Zimmer in Galway beziehen. Dort gab es genau die gleichen grünen Souvenirs wie in Dublin, aber die Stadt bot ganz andere Reize. Im Gegensatz zu Dublin ist Galway winzig. Man fühlt sich auf Anhieb wohl und heimisch. Die Pubs wirken einladend, überall dringt irische Musik hervor. In Galway habe ich auch meinen Teevorrat erweitert und eine neue Lieblingssorte entdeckt. Leider sind viele der leckeren Tees in Deutschland nicht oder nur schwer erhältlich!

Ein weiterer Stop in Irland war Cork. Etwas abgelegen lag die Jugendherberge, aber trotzdem schaffte man es zu Fuß in die Innenstadt. Da ein Teil unserer Gruppe unbedingt noch shoppen gehen wollte (irgendwo gab es billige Kleidung…), teilten wir uns in zwei Gruppen. Mit zwei Freunden erkundete ich die Stadt. Es gab einen kleinen Park, der mit Sitzgelegenheiten rund um einen Springbrunnen zum Verweilen einlud. Nur ein paar Schritte weiter war ein Pub, in den wir uns begaben nachdem es draußen zu kühl wurde. Das war auch unsere letzte Chance noch einmal die Atmosphäre eines Pubs zu genießen, denn schon am nächsten Tag ging es wieder auf die Fähre Richtung Heimat bzw. zunächst Richtung Frankreich. Über meine Erlebnisse mit den Franzosen berichte ich vielleicht ein anderes Mal….

Brügge

Anfang dieses Jahres hatte ich die Möglichkeit diese wunderschöne belgische Stadt zu erkunden. Da das allerdings nur ein sehr kurzer Besuch war (ca. 1 Stunde), habe ich mich umso mehr gefreut, als am Sonntag ein Film im Fernsehen lief, der in ebendieser Stadt spielte. So konnte ich neue Seiten von Brügge kennenlernen und mich an meinen kurzen Aufenthalt dort erinnern.

Zunächst kamen mir die engen Gassen und das Kopfsteinpflaster in den Sinn. Beeindruckender und der Grund des Zwischenstopps in Brügge war der Beginenhof. Von außen wirkte es mit dem dort breiter werdenden Fluss und den Schwänen bereits einladend, doch betrat man den Hof erst einmal durch das Tor, an dem sich die Besucherströme stauten, befand man sich in einer Oase der Ruhe inmitten der sonst belebten Stadt. Eine große Blumenwiese wurde von schlichten, weißen Häusern umrahmt. Nur die Kirche hob sich farblich ab.

Die Eindrücke, die ich bei meinem Kurzbesuch in Brügge gewonnen habe, bevor es weiter nach Seebrügge zur Fähre Richtung England ging, bewirken,dass ich die Stadt noch einmal in Ruhe und mit viel Zeit besichtigen möchte. Außerdem warten noch die Pralinen darauf probiert zu werden – dazu hatte die Zeit leider nicht gereicht…