Mein kindle: eine kleine Zwischenbilanz

Mittlerweile habe ich mein kindle ja schon eine Weile und ich bin wirklich begeistert!

Es war sehr praktisch, dass es zur Weihnachtszeit von amazon eine Aktion gab bei der man jeden Tag ein eBook kostenlos downloaden konnte. Das habe ich genutzt und mein kindle gleich „gefüttert“. Zwischenzeitlich habe ich auch schon drei Bücher auf dem kindle gelesen und es ist echt angenehm. Es ist sehr schonend für die Augen, das Format ist super und ich muss keine großen, schweren Bücher mit mir herumschleppen, wenn ich unterwegs lesen will (z.B. Ulysses ist zum mitnehmen äußerst unpraktisch).

Auch zum Lernen verwende ich das kindle. Meine gesamten Skripte von der Hochschule habe ich auf das Gerät gezogen und so kann ich immer alle Unterlagen dabei haben. Das ist praktisch und spart Platz.

Preis-/Leistung ist bei dem Gerät ja sowieso top und auch die Lederhülle von amazon war noch mit drin. Diese ist auch echt angebracht, weil der kindle so gut geschützt ist und ihm auf Reisen nichts passiert.

Familienausflug mit meinem kind(le)

Fortsetzung. Noch immer der 08. Dezember 2011. Gegen 12.00h. Die Vorlesung ist endlich vorbei. Sofort eile ich zurück nach Hause – kaum angekommen, reiße ich meinen Rucksack regelrecht auf und packe das kindle aus. Hektisch fahre ich mein MacBook hoch und stecke das kindle per USB-Kabel an. Die Anzeige auf dem Display ändert sich und ein neues Laufwerk erscheint auf meinem Desktop. Gut vorbereitet wie ich bin, kann ich das Gerät sofort mit ebooks und pdfs „füttern“. Der erste Test ist nur noch einen Mausklick entfernt: „Laufwerk auswerfen“ und los geht das Erlebnis!

Entsetzt muss ich feststellen, dass noch nicht alle Funktionen nutzbar sind. Das Problem ist schnell ausfindig gemacht: mein Kindle muss noch registriert werden. Per Wifi. Blöd, wenn man kein WLAN hat… Kurzentschlossen packe ich mein kindle ein und mache mich auf den Weg Richtung Innenstadt. Irgendwo muss ich doch ins Internet kommen. Erste Station: Hochschule. Leider ist das kindle mit dem VPN-Zugang überfordert und die Registrierung schlägt fehl. Also weiter. Nächste Station: Hugendubel. Möglichst unauffällig versuche ich mich in dem Buchladen (ist das nicht irgendwie… passend?!?) mit dem freien WLAN-Netz zu verbinden. Erst scheinen auch hier meine Versuche fehlzuschlagen – doch dann habe ich Erfolg. Mein kindle verbindet sich erfolgreich und die Registrierung ist abgeschlossen. Mit letzter Kraft halte ich mich zurück, dass kindle nicht sofort ausgiebig zu testen. Das traue ich mich dann doch nicht. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen – in einen Bücherladen zu gehen, um am Ende ein Gerät zu benutzen, dass den Bücherladen überflüssig macht… Aber was soll’s! Zeiten ändern sich! Glücklich verlasse ich den Laden und kaum sitze ich in der Bahn Richtung Wohnheim ziehe ich mein kleines kind(le) aus der Tasche…

Hier endet zunächst die Geschichte über mein kind(le). Seitdem zwei Tage später auch eine passende Hülle für das kindle per Post bei mir ankam ist es mein ständiger Begleiter. Skripte und Bücher für das Studium sind damit genauso leicht und platzsparend transportiert wie die Lektüre für die S-Bahn-Fahrt. Des Weiteren konnte ich schon viel Aufsehen mit meinem kleinen Begleiter erregen. Gestern, zum Beispiel, hat mein kind(le) seine ersten Worte von sich gegeben. Leider war das mitten in der Vorlesung, weshalb ich nicht gerade erfreut war (obwohl es der Dozent scheinbar nicht bemerkt hat). Leider wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie ich es zum Schweigen bringen kann…

Nachwuchs: Mein Kind(le)

„Hey, schön euch zu sehen. Hab leider grad überhaupt keine Zeit, ich muss schnell nach Hause. Ich hab mein kindle im Rucksack.“

„Was?!? Du hast ein Kind im Rucksack?“

Ungläubige und entsetzte Blicke von allen Seiten. Zum Glück kann ich die Jungs schnell beruhigen. Kein Kind. Ein Kindle. Das Missverständnis war schnell beseitigt, die Witze bleiben: „Von wem ist denn dein kind(le)?“, „Kriegst du eigentlich auch kindle-Geld?“.

Im Moment ist der eBook-Reader „mein Baby“. Weich gebettet in seiner Hülle hat er auf dem Schreibtisch einen Ehrenplatz – damit dem Gerät auch ja nichts passiert. Wäre auch zu schrecklich. Immerhin haben mein Kindle und ich schon viel zusammen erlebt. Aber von Anfang an:

Donnerstag, 08. Dezember 2011. 9.03 Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch. Das Handy klingelt – ich schrecke auf. Eine SMS von DHL: „Guten Tag, Ihre Sendung liegt in der PACKSTATION …“. Hektisch packe ich alle Unterlagen für die Hochschule zusammen – zur Packstation und dann wieder zurück ins Wohnheim schaffe ich es vor Vorlesungsbeginn nicht mehr. Eilenden Schrittes und voller Vorfreude mache ich mich auf den Weg. Zum Glück ist die Packstation direkt bei der S-Bahn-Haltestelle – da muss ich sowieso hin. Ob die Lieferung an die Packstation wirklich geklappt hat? Und was, wenn ich meinen PIN nicht mehr weiß?!? Angst macht sich breit – immerhin hatte ich zuvor noch nie ein Paket an eine Packstation liefern lassen! Endlich an dem gelben Paketlager angekommen, zücke ich meine goldene Karte und schiebe sie in den Kartenleser. Jetzt den PIN eingeben… Nur noch auf Fach öffnen klicken – und tatsächlich springt neben mir eines der gelben Fächer auf. Darin fast schon unscheinbar ein kleines Paket: mein Kindle! Mit dem Paket in der Hand mache ich mich auf den Weg zur S-Bahn (derweil schreibe ich noch schnell eine SMS an meine Kollegen, um sie über das freudige Ereignis zu unterrichten). In der S-Bahn-Station kann ich mich nicht mehr zurückhalten: ich öffne das Paket. Kurz bewundere ich das Gerät und verstaue es dann sicher in meinem Rucksack – bis ich es das erste Mal benutzen kann, muss ich mich noch etwas gedulden. In der Hochschule muss ich mich einfach bemerkbar machen: „Mein Kindle ist daaaa!“. Die Aufmerksamkeit ist sofort mein – „Kann ich es mal sehen?“ „Darf ich es ausprobieren?“. Nö – dürft ihr alles nicht. Das muss noch in seiner Schachtel bleiben, bis es das erste Mal gefüttert… äh… aufgeladen wird. Ich vertröste meine Kommilitonen auf den nächsten Tag und warte gespannt auf Vorlesungsende. Wenn ich da schon geahnt hätte, dass ich mit dem kindle am selben Tag noch einen Ausflug etwas anderer Art unternehmen würde… Aber davon erzähle ich euch das nächste Mal!