Mein neuer Buchhändler: eBay

Letztens habe ich meinen ersten Kauf bei eBay getätigt. Zuvor hatte ich zwar Zugriff auf ein eBay-Konto, habe sogar schon mal was verkauft, aber irgendwie hatte ich nie das Bedürfnis meine Waren über diese Shopping-Website zu beziehen.

Anders in diesem Fall. Für eine Vorlesung wurde uns ein Buch empfohlen, dass in der deutschen Version um die 60€ kostet und in der englischen – die für mein Studium angebrachter ist – für knapp 70€. Das war mir doch etwas zu viel und so beschloss ich, mir das Buch zunächst nur auszuleihen.

Aber dann machte mein Mitbewohner die Entdeckung: bei eBay war das Buch für nicht mal 30€ erhältlich! Die englische Ausgabe, dritte Auflage und Versandkosten schon mit einberechnet. Es wurde zudem „Fast Shipping“ versprochen. Und heute kam tatsächlich meine irgendwann letzte Woche bestellte Ausgabe des Buches. Es ist die  „Easten Economy Edition“ und deswegen günstiger – das Paket kam direkt aus Indien. Das Buch schaut gut aus, fast genauso wie die us-amerikanische Ausgabe. Ich freu mich über das gesparte Geld und kann mir davon eventuell noch ein Buch fürs Studium kaufen 🙂

Connected! (Nicholas A. Christakis & James H. Fowler)

Das 2009 erschienene Buch trägt den Untertitel „Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist“ und schon dadurch wird der Inhalt des Buches gut auf den Punkt gebracht.

Allerdings darf soziale Netzwerke hier nicht missverstanden werden. Gemeint sind nicht Facebook, Google+ und Co, sondern die sozialen Netzwerke an sich: Beziehungen, Partnerschaften, etc.

Das Buch verdeutlicht, wie abhängig unser gesamtes Handeln von anderen ist. Die Freunde der Freunde meiner Freunde können mich noch in wichtigen Entscheidungen des Alltags beeinflussen, ohne dass ich diese jemals persönlich getroffen haben muss. Über das soziale Netzwerk werden Einstellungen zum Wahl- und Essverhalten weitergegeben, genauso wie Angewohnheiten – z.B. Rauchen. Es werden die Auswirkungen von Beziehungen auf uns geschildert und beispielsweise erklärt, welche Vorteile der Mann aus einer Ehe zieht und welche die Frau.

Insgesamt werden alle Erkenntnisse auf eine lockere und anschauliche Weise erklärt, so dass die knapp 400 Seiten des Buches zügig lesbar sind. Mir hat es Spaß gemacht von Emergenz und Co zu lesen und zu sehen, wie soziale Netzwerke unmerklich das Verhalten jedes Einzelnen beeinflussen können. Das Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden!

Nicholas A. Christakis

James H. Fowler

Connected!

Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist

(amerikanische Originalausgabe: Connected. The Surprising Power of Our Social Networks and How They Shape Our Lives)

S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

ISBN 978-3-10-011350-4

Papier oder digital?!?

Letztens habe ich schon mal über eBooks geschrieben und möchte heute etwas zu dem Thema ergänzen. Vorhin habe ich mich mit einem sehr netten Herrn unterhalten und wir kamen auch auf das Thema eBooks. Wir waren uns einig: Wieso kriegt man zu einem gedruckten Buch nicht das eBook kostenlos dazu? Wenn ich das Buch als gedruckte Ausgabe kaufe, dann besitze ich es ja bereits und sehe dann natürlich nicht ein mir es noch als eBook zu kaufen. Aber manchmal wären beide Varianten von Vorteil –  zwei Mal dafür zahlen sehe ich aber logischweise nicht ein. Liebe Verlage, wieso legt ihr den Büchern nicht in Zukunft einen Code bei mit dem man kostenlos das eBook downloaden kann? Dann würde sich bestimmt das eBook noch mehr verbreiten und der Kunde hat ja schließlich schon für das Buch gezahlt. Und wenn er seine Buchsammlung immer dabei hat, kann er auch seinen Freunden viel besser Bücher empfehlen…

Buch = bedrucktes Papier?!?

Schon seit einiger Zeit vollzieht sich ein Wandel: immer mehr Bücher werden digital verkauft und das Buch, wie wir es kennen, rückt in den Hintergrund. Für mich hat diese Entwicklung zwei Seiten: irgendwie liebe ich das Buch, wie ich es aus meinen Kindertagen kenne. Das bedruckte und qualitativ variierende Papier, die unterschiedlichen Formate, Schriftarten und Umschlaggestaltungen. All das fasziniert mich und insbesondere kleine, handliche Bücher haben es mir angetan. Meine Büchersammlung hat schon unglaubliche Ausmaße angenommen. Und genau das ist der Punkt, wieso ich digitale Bücher mag: ich kann alle immer mit mir herumtragen und sie brauchen fast keinen Platz. Kurz vor Weihnachten habe ich mir ein Kindle zugelegt (darüber hab ich auch schon den ein oder anderen Post verfasst…) und nehme seitdem alle wichtigen und unwichtigen Bücher überall mit hin – der Speicherplatz des Kindles reicht für mehr Bücher als ich bisher in gedruckter Form besitze.

Beide Varianten des Buches haben Vor- und Nachteile. Allerdings gibt es für mich einen großen Nachteil beim Kindle: meine Art des Buchkaufs funktioniert damit nicht. Normalerweise vollzieht sich bei mir das Aussuchen eines Buches folgendermaßen: ich begebe mich in ein (modernes) Antiquariat meiner Wahl, bin fasziniert wegen der großen Bücherauswahl und greife nur noch dem Format des Buches gehend nach einem Exemplar, lese die ersten Zeilen und wenn es mir nicht gefällt, lege ich es wieder weg und nehme das Nächste bis ich etwas passendes gefunden habe. Online funktioniert das nicht und da kann ich auch nicht etwas „greifbares“ mit nach Hause nehmen. Wohl gerade deswegen habe ich bis jetzt nur ein Buch online gekauft – und das hatte ich mir schon zuvor in einem Buchladen ausgesucht, dann aber im Angebot bei amazon gefunden. Für mich ist der Buchkauf im Laden etwas entspannendes und wird sich deshalb wahrscheinlich nicht so schnell ändern – zumindest was meine privaten Lektüren angeht. Fachbücher habe ich gerne auf meinem Kindle, denn dann kann ich sie leicht mit in die Hochschule nehmen und diese werden mir meist von meinen Dozenten vorgegeben, also entfällt die Problematik des Aussuchen des Buches.

Ob ich irgendwann meine Art des Buchkaufes ändern werde und auch alle privaten Lektüren online erstehen werde weiß ich nicht, aber vielleicht habe ich bald ja keine andere Wahl mehr… Aber egal ob gedruckt oder digital – der Wert des Buches liegt im Wort!

Buchempfehlung: Im Durcheinanderland der Liebe

François Lelord ist mit seinen Abenteuern rund um den Psychiater Hektor bekannt geworden. Doch er lässt nicht nur Hektor – der u.a. nach dem Glück und der Liebe sucht – Abenteuer erleben. In seinem 250 Seiten langem Roman „Im Durcheinanderland der Liebe“ schickt er einen Inuk nach Paris und der Leser erfährt viel über die kulturellen Unterschiede. So wundert sich der Inuk insbesondere über die andere Rollenverteilung in der europäischen Großstadt und den ihm vollkommen fremdem Lebensstil.

In dem Buch vergleicht der Inuk immer wieder die europäischen Gepflogenheiten mit denen seines eigenen Volkes. Es stellen sich erstaunliche Unterschiede heraus und der Leser fängt an, sich Gedanken über die hier übliche Rollenverteilung zu machen. Welcher Entwurf ist der richtige/ der bessere? Diese Frage muss allerdings jeder am Ende für sich selbst beantworten…

Buchtipp: Das große little boxes Buch

Eine Aufgabe in meinem Studium ist es eine Website zu erstellen. Das Ergebnis wird am Ende benotet und ich muss auch erklären können, was ich da überhaupt getan habe.
Von HTML und CSS hatte ich bis jetzt recht wenig Ahnung – insbesondere von HTML5 und CSS3 wusste ich noch rein gar nichts. Das Internet bietet mir zwar viele Informationen über CSS und HTML, aber ich muss mir jedes Detail einzeln zusammensuchen und oftmals funktioniert es auch nicht so, wie ich mir das vorstelle.

Zum Glück habe ich tolle Kommilitonen! Einer davon hat mir nach einem mehr oder weniger verzweifelten Tweet einen Link zu einer Website über ein Buch geschickt. Nicht nur generelle Informationen finden sich auf der Seite, sondern auch der gesamte erste Band des Buches. Nachdem ich dort etliches gefunden habe, was ich an Informationen benötigt habe, habe ich beschlossen mir das Buch zuzulegen. Mittlerweile besitze ich die Gesamtausgabe (Titel: „Das große little boxes Buch“), geschrieben von Peter Müller. Es ist mein wichtigstes Handwerkzeug für die Erstellung meiner Website geworden. Der Kauf lohnt sich auf jeden Fall!

Wer sich nun auch für dieses Buch interessiert, kann sich auf http://little-boxes.de/ informieren.

Und noch mal vielen Dank an meinen Kommilitonen, der selbst auch einen wunderbaren Blog betreibt (http://webschale.schalenmodell.de/).

Neues Jahr, neue Erlebnisse

Viele setzen sich jedes Jahr „Gute Vorsätze“, die meistens über das Jahr hinweg wieder in Vergessenheit geraten. Das ist bei mir meist nicht anders. Deswegen hab ich mir dieses Jahr keine großen Gedanken über Vorsätze gemacht. Nur einen hab ich: Jeden Tag in einen Kalender zu schreiben, was mir an dem Tag schön war, mir Freude bereitet hat.

Die Idee kommt ursprünglich nicht von mir. Als ich vor einiger Zeit durch ein paar Geschäfte gebummelt bin, ist mir in einem Buchladen ein besonders dickes Buch aufgefallen. Es war so eine Art Kalender für die nächsten 10 Jahre, wobei eben eine Seite gezehntelt war. Für jedes Jahr eine Zeile. In der dem Buch beiliegenden Beschreibung stand, dass man eben jeden Tag aufschreiben soll, was schön war. Und am Ende hat man auf einer Seite eine Übersicht, was in den letzten 10 Jahren tolles an dem jeweiligen Tag passiert ist. Die Idee fand ich klasse, nur waren mir die 20€ für das Buch zu viel (Könnte unter anderem daran liegen, dass ich den Großteil meiner Bücher in einem modernen Antiquariat erwerbe und so nur sehr selten über 10€ für ein Buch ausgebe…). Folglich habe ich das Buch nicht gekauft.

Aber es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Es hat mich einfach gereizt, auch so ein Buch anzulegen. Also habe ich mir einen günstigen Kalender für 2012 besorgt und selbst eine Unterteilung in den Kalender gemalt. Zwar ist mein Kalender nicht für die nächsten 10 Jahre ausgelegt, sondern „nur“ für die nächsten 6 Jahre, aber dafür habe ich die Möglichkeit meine eigene Kreativität einzubringen und noch vorhandene Leerseiten selbst zu gestalten. Jetzt muss ich nur noch „durchhalten“ und jeden Tag in den Kalender schreiben…

Das 1. Türchen

Weihnachten naht. Dieses Jahr fehlt auch nichts bei der vorweihnachtlichen Stimmung. Schon seit Wochen stehen die Lebkuchen in den Regalen, Weihnachtsmusik schallt aus allen Ecken und Schnee gibt es zur Genüge.

Zum allerersten Mal habe ich keinen Adventskalender. Er würde mir nicht nur die verbleibenden Tage bis zum heiligen Fest anzeigen, sondern auch auf die nahende Facharbeitsabgabe aufmerksam machen. Die ist nämlich genau einen Tag vorher, am 23. Dezember. Im Gegensatz zu den vorherigen Abiturjahrgängen kann man dann aber in aller Ruhe die Weihnachtsferien genießen. Meine Hauptbeschäftigung wird lesen sein, denn dazu bin ich seit Wochen nicht mehr gekommen! Ich freue mich schon auf Werke von Kafka, Updike, James Joyce und Co.

Ein wunderbares Buch für kalte Wintertage ist z.B. Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli von Andrew Sean Greer. Die Geschichte handelt von einem Mann, der alt auf die Welt kommt und als Kind stirbt. Die Thematik haben bereits mehrere Autoren behandelt und auch Hollywood verwertete sie schon, trotzdem ist das Buch die Lektüre wert. In der Vorweihnachtszeit ist das Lesen sowieso besonders gemütlich – Plätzchen, Tee oder Glühwein, der Blick in die Winterlandschaft, …

Euch allen wünsche ich eine schöne, ruhige und behagliche Adventszeit!