Connected! (Nicholas A. Christakis & James H. Fowler)

Das 2009 erschienene Buch trägt den Untertitel „Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist“ und schon dadurch wird der Inhalt des Buches gut auf den Punkt gebracht.

Allerdings darf soziale Netzwerke hier nicht missverstanden werden. Gemeint sind nicht Facebook, Google+ und Co, sondern die sozialen Netzwerke an sich: Beziehungen, Partnerschaften, etc.

Das Buch verdeutlicht, wie abhängig unser gesamtes Handeln von anderen ist. Die Freunde der Freunde meiner Freunde können mich noch in wichtigen Entscheidungen des Alltags beeinflussen, ohne dass ich diese jemals persönlich getroffen haben muss. Über das soziale Netzwerk werden Einstellungen zum Wahl- und Essverhalten weitergegeben, genauso wie Angewohnheiten – z.B. Rauchen. Es werden die Auswirkungen von Beziehungen auf uns geschildert und beispielsweise erklärt, welche Vorteile der Mann aus einer Ehe zieht und welche die Frau.

Insgesamt werden alle Erkenntnisse auf eine lockere und anschauliche Weise erklärt, so dass die knapp 400 Seiten des Buches zügig lesbar sind. Mir hat es Spaß gemacht von Emergenz und Co zu lesen und zu sehen, wie soziale Netzwerke unmerklich das Verhalten jedes Einzelnen beeinflussen können. Das Buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden!

Nicholas A. Christakis

James H. Fowler

Connected!

Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist

(amerikanische Originalausgabe: Connected. The Surprising Power of Our Social Networks and How They Shape Our Lives)

S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

ISBN 978-3-10-011350-4

Facebook, Twitter und Co.@Politik – eine Podiumsdiskussion

Der 03. Mai 2012 war für mich hauptsächlich ein Tag der Abschiede, aber es war auch ein Tag des Wiedersehens: Abends besuchte ich eine Podiumsdiskussion, veranstaltet von der Hanns-Seidel-Stiftung im Konferenzzentrum München, zum Thema „Facebook, Twitter und Co.@Politik: Veränderte politische Beteiligung und Kommunikation durch Social Media?“ bei der ich viele liebe Menschen, die ich teilweise schon lange nicht mehr gesehen hatte, wiedergetroffen habe.

Die Podiumsteilnehmer waren Tomás Vio Michaelis, Andreas Bachmann, Renate Dodell, Andreas Jungherr, Daniel Michelis und Matthias J. Lange. Zunächst gaben alle sechs ein Eingangsstatement ab. Besonders eindrucksvoll fand ich das Statement von MdL Renate Dodell, das von ihrem Einsatz von facebook und twitter handelte und ihre positive Einstellung den Sozialen Netzwerken gegenüber zeigten. Sie nutzt Social Media gezielt für ihre politische Arbeit, was ich sehr gut finde, und erwähnte zudem, dass der bayrische Landtag twittert.

Tomás Vio Michaelis berichtete von seiner Heimat Chile und dem Fall Camila Vallejo – der Anführerin der Studentenbewegung in Chile und Mitglied der Juventudes Comunistas de Chile (Jugendverband der Kommunistischen Partei Chiles). Diese reagierte nicht auf die Tweets von Yoani Sánchez – der Autorin des ersten unzensierten Blogs aus Kuba (Generación Y) – und deren Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch.

Auch Andreas Jungherr von der Universität Bamberg und Prof. Dr. Michaelis brachten interessante Aspekte in die Diskussion ein, wie zum Beispiel, dass immer mehr ältere Menschen facebook beitreten und es beispielsweise passiert, dass die eigene Mutter mit der Ex-Freundin befreundet ist. Michaelis stellte dem Publikum zudem die Frage: „Wer von Ihnen hat noch einen Wecker, mit dem man nicht telefonieren kann?“. Er spielte damit auf die zunehmende Anzahl der Smartphones und deren starke Einbindung in den Alltag an. Jungherr hingegen meint, dass viel von der Aufregung um die sozialen Medien in zehn Jahren verschwunden sein wird und wir gelernt haben werden, besser damit umzugehen.

Andreas Bachmann vom BR erläuterte ein neues Projekt des Bayrischen Fernsehens. Am 14. Mai startet um die Rundshow, eine Sendung bei dem die Zuschauer beim Fernsehen beteiligt werden sollten und das typische Sender – Empfänger – Modell aufgebrochen wird. So werden Studiogäste per Skype zugeschalten und die Zuschauer können per twitter u.ä. ihre Meinung live während der Sendung kund tun. Weitere Infos findet ihr hier.

Matthias J. Lange lieferte ein sehr eindrucksvolles und kurzweiliges Statement. Er sagt, es sei nicht alles immer weiß oder schwarz – die Welt sei grau. Außerdem fragte er in die Runde, wer früher einen C64 hatte und erzählte davon, dass man auch schon früher auf dem Pausenhof Daten illegal getauscht hatte – und zwar die Spiele für den Computer. In der anschließenden Diskussion fügte er noch hinzu, dass die Frage nach Datenschutz ein deutsches Thema sei, aber ein wichtiges. Des Weiteren ist Medienkompetenz wichtig und Datenschutz ergibt sich daraus, deshalb ist es unabdingbar Schülern von Anfang an diese Kompetenz zu vermitteln.

Die Veranstaltung konnte schon fast als twitter – Treffen und die twitterwall war stets gefüllt, auch dank der Podiumsteilnehmer bzw. um genau zu sein eines Podiumsteilnehmers :). Die Resonanz auf die Veranstaltung war insgesamt sehr positiv und auch ich kann mich dem nur anschließen. Am Ende des Abends war allerdings der Akku meines Smartphones leer…

2010 – ein Jahr geht zu Ende

Ein kleiner Rückblick über mein Jahr 2010:

  • Musik: Dank meines Bruders habe ich 2010 die Band Disturbed entdeckt. Die Lieder der Band höre ich mittlerweile ständig – eindeutig meine neue Lieblingsband.
  • Bücher: Im Gegensatz zu 2009 habe ich dieses Jahr wenig gelesen. Von den 33 Büchern war mein Favorit  Irisches Tagebuch von Heinrich Böll.
  • Film: Besonders gefreut habe ich mich auf die Verfilmung meines Lieblingshörbuches Ghost. Der Film trägt den Titel Der Ghostwriter und hält sich weitestgehend an die Romanvorlage. Besser gefallen hat mir allerdings Coco Chanel.
  • Internet: „neu“ sind facebook und Blog (s. Mein virtuelles Leben)
  • persönliche Erlebnisse: 2010 habe ich nicht nur einen „alten Bekannten“ wieder getroffen. Gemeinsam mit der Irland-Reise sind die Treffen die Highlights meines Jahres!

Mein virtuelles Leben

An meinen ersten eigenen Computer kann ich mich noch gut erinnern. Es war ein Notebook, dass ich in der 7. Klasse bekam. Schulbedingt war Windows das Betriebssystem. Zuvor hatte ich keinerlei Erfahrung mit diesem Microsoft-Produkt gemacht, da wir daheim einen iMac G3 als Familiencomputer hatten.

Es hat nicht lange gedauert und ich benutzte, wie der Großteil meiner Schulfreunde, den Instant Messenger iCQ. Kurz darauf hatte ich Skype und als die VZ-Netzwerke aufkamen, wurde ich auch dort Mitglied.

Einige Jahre – und soziale Netzwerke – später hat sich mein Nutzungsverhalten etwas geändert:

  • iCQ und Skype sind geblieben;
  • SVZ musste für facebook Platz machen;
  • Twitter und ein Blog sind dazu gekommen.

Gestern habe ich versucht herauszufinden seit wann ich was nutze. Ich bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Twitter nutze ich schon seit über einem Jahr. Es ist Teil meines Alltags geworden. Immer wenn die Seite „Twitter is over capacity“ erscheint aktualisiere ich die Seite solange bis die neusten Tweets wieder erscheinen. Aus Mangel eines iPhones ö.ä. betreibe ich das (glücklicherweise) nur daheim. Auf twitter möchte (und kann?!?) ich definitiv nicht mehr verzichten!

Gegenüber facebook war ich lange skeptisch. Letztendlich überredete mich ein Freund dem Netzwerk beizutreten und ich habe es nicht bereut. Seit Anfang dieses Jahres bin ich regelmäßig in facebook online und mein VZ-Account ist dabei in Vergessenheit geraten. Irgendwann habe ich diesen dann gelöscht. Er war unnötig und überflüssig geworden.

Meine neuste Errungenschaft im Internet ist definitiv dieser Blog. Da bin ich selbst noch gespannt, wie sich das weiterentwickelt – aber das könnt  ihr ja alle verfolgen!

P.S. Das Windows-Notebook hab ich schon lange nicht mehr – ein MacBook hat es ersetzt!