Sprachen etwas anders lernen

Dank meiner Hochschule hatte ich die Möglichkeit eine kostenlose Lizenz für Rosetta Stone zu erhalten. Das Angebot hab ich (natürlich) war genommen und mich für Chinesisch entschieden. Das wollte ich sowieso schon länger lernen. Mittlerweile hab ich das Lernprogramm schon ein paar Wochen getestet und muss sagen, es überzeugt mich irgendwie nicht.

Das Konzept von Rosetta Stone ist – wenn man es einfach erklärt – Sprachen so zu lernen, wie ein Kleinkind sie lernt. Also ohne Übersetzungen, sondern nur anhand von Bildern und Sätzen in der jeweiligen Sprache.

Prinzipiell finde ich diese Art des Lernens eine gute Idee, nur funktioniert es bei mir leider nicht so ganz. Für das Lernen neuer Vokabeln, insbesondere von Substantiven, mag die Variante super funktionieren, aber bei der Grammatik komme ich da nicht mit. Mir wird nicht klar, was die einzelnen Sätze wirklich bedeuten, auch wenn ich Teile oder einzelne Wörter verstehe. Ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass sich das noch ändern wird… Deswegen habe ich beschlossen, auf mein altes Schulbuch zurückzugreifen. In der 11. Klasse hatte ich ein halbes Jahr lang freiwillig Chinesisch als Wahlfach. Zwar nur eine Schulstunde pro Woche, aber ein paar Grundlagen konnte ich mitnehmen. Zu dem Buch gibt es auch noch zwei Übungshefte, so dass ich auch die chinesischen Schriftzeichen erlernen kann – die sind mir nämlich auch sehr wichtig und gehen mir bei Rosetta Stone etwas ab. Immerhin will ich die Sprache irgendwann nicht nur sprechen, sondern auch lesen und schreiben können!

Rosetta Stone ist somit für mich keine Option eine Sprache vollkommen neu zu lernen. Jedenfalls was Chinesisch betrifft. Eventuell eignet es sich für andere Sprachen mehr – für Sprachen, die der eigenen Muttersprache ähnlicher sind und nicht auch noch vollkommen andere Schriftzeichen verwenden. Vielleicht probiere ich das Sprachlernprogramm irgendwann noch mal mit einer anderen Sprache aus, aber Chinesisch werde ich auf die „klassische“ Art und Weise erlernen.

Buch = bedrucktes Papier?!?

Schon seit einiger Zeit vollzieht sich ein Wandel: immer mehr Bücher werden digital verkauft und das Buch, wie wir es kennen, rückt in den Hintergrund. Für mich hat diese Entwicklung zwei Seiten: irgendwie liebe ich das Buch, wie ich es aus meinen Kindertagen kenne. Das bedruckte und qualitativ variierende Papier, die unterschiedlichen Formate, Schriftarten und Umschlaggestaltungen. All das fasziniert mich und insbesondere kleine, handliche Bücher haben es mir angetan. Meine Büchersammlung hat schon unglaubliche Ausmaße angenommen. Und genau das ist der Punkt, wieso ich digitale Bücher mag: ich kann alle immer mit mir herumtragen und sie brauchen fast keinen Platz. Kurz vor Weihnachten habe ich mir ein Kindle zugelegt (darüber hab ich auch schon den ein oder anderen Post verfasst…) und nehme seitdem alle wichtigen und unwichtigen Bücher überall mit hin – der Speicherplatz des Kindles reicht für mehr Bücher als ich bisher in gedruckter Form besitze.

Beide Varianten des Buches haben Vor- und Nachteile. Allerdings gibt es für mich einen großen Nachteil beim Kindle: meine Art des Buchkaufs funktioniert damit nicht. Normalerweise vollzieht sich bei mir das Aussuchen eines Buches folgendermaßen: ich begebe mich in ein (modernes) Antiquariat meiner Wahl, bin fasziniert wegen der großen Bücherauswahl und greife nur noch dem Format des Buches gehend nach einem Exemplar, lese die ersten Zeilen und wenn es mir nicht gefällt, lege ich es wieder weg und nehme das Nächste bis ich etwas passendes gefunden habe. Online funktioniert das nicht und da kann ich auch nicht etwas „greifbares“ mit nach Hause nehmen. Wohl gerade deswegen habe ich bis jetzt nur ein Buch online gekauft – und das hatte ich mir schon zuvor in einem Buchladen ausgesucht, dann aber im Angebot bei amazon gefunden. Für mich ist der Buchkauf im Laden etwas entspannendes und wird sich deshalb wahrscheinlich nicht so schnell ändern – zumindest was meine privaten Lektüren angeht. Fachbücher habe ich gerne auf meinem Kindle, denn dann kann ich sie leicht mit in die Hochschule nehmen und diese werden mir meist von meinen Dozenten vorgegeben, also entfällt die Problematik des Aussuchen des Buches.

Ob ich irgendwann meine Art des Buchkaufes ändern werde und auch alle privaten Lektüren online erstehen werde weiß ich nicht, aber vielleicht habe ich bald ja keine andere Wahl mehr… Aber egal ob gedruckt oder digital – der Wert des Buches liegt im Wort!

Nachwuchs: Mein Kind(le)

„Hey, schön euch zu sehen. Hab leider grad überhaupt keine Zeit, ich muss schnell nach Hause. Ich hab mein kindle im Rucksack.“

„Was?!? Du hast ein Kind im Rucksack?“

Ungläubige und entsetzte Blicke von allen Seiten. Zum Glück kann ich die Jungs schnell beruhigen. Kein Kind. Ein Kindle. Das Missverständnis war schnell beseitigt, die Witze bleiben: „Von wem ist denn dein kind(le)?“, „Kriegst du eigentlich auch kindle-Geld?“.

Im Moment ist der eBook-Reader „mein Baby“. Weich gebettet in seiner Hülle hat er auf dem Schreibtisch einen Ehrenplatz – damit dem Gerät auch ja nichts passiert. Wäre auch zu schrecklich. Immerhin haben mein Kindle und ich schon viel zusammen erlebt. Aber von Anfang an:

Donnerstag, 08. Dezember 2011. 9.03 Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch. Das Handy klingelt – ich schrecke auf. Eine SMS von DHL: „Guten Tag, Ihre Sendung liegt in der PACKSTATION …“. Hektisch packe ich alle Unterlagen für die Hochschule zusammen – zur Packstation und dann wieder zurück ins Wohnheim schaffe ich es vor Vorlesungsbeginn nicht mehr. Eilenden Schrittes und voller Vorfreude mache ich mich auf den Weg. Zum Glück ist die Packstation direkt bei der S-Bahn-Haltestelle – da muss ich sowieso hin. Ob die Lieferung an die Packstation wirklich geklappt hat? Und was, wenn ich meinen PIN nicht mehr weiß?!? Angst macht sich breit – immerhin hatte ich zuvor noch nie ein Paket an eine Packstation liefern lassen! Endlich an dem gelben Paketlager angekommen, zücke ich meine goldene Karte und schiebe sie in den Kartenleser. Jetzt den PIN eingeben… Nur noch auf Fach öffnen klicken – und tatsächlich springt neben mir eines der gelben Fächer auf. Darin fast schon unscheinbar ein kleines Paket: mein Kindle! Mit dem Paket in der Hand mache ich mich auf den Weg zur S-Bahn (derweil schreibe ich noch schnell eine SMS an meine Kollegen, um sie über das freudige Ereignis zu unterrichten). In der S-Bahn-Station kann ich mich nicht mehr zurückhalten: ich öffne das Paket. Kurz bewundere ich das Gerät und verstaue es dann sicher in meinem Rucksack – bis ich es das erste Mal benutzen kann, muss ich mich noch etwas gedulden. In der Hochschule muss ich mich einfach bemerkbar machen: „Mein Kindle ist daaaa!“. Die Aufmerksamkeit ist sofort mein – „Kann ich es mal sehen?“ „Darf ich es ausprobieren?“. Nö – dürft ihr alles nicht. Das muss noch in seiner Schachtel bleiben, bis es das erste Mal gefüttert… äh… aufgeladen wird. Ich vertröste meine Kommilitonen auf den nächsten Tag und warte gespannt auf Vorlesungsende. Wenn ich da schon geahnt hätte, dass ich mit dem kindle am selben Tag noch einen Ausflug etwas anderer Art unternehmen würde… Aber davon erzähle ich euch das nächste Mal!

Die Qual der Wahl – was werde ich mal?!?

Im Kindergarten wollte ich Försterin werden, in der Grundschule Archäologin und in der Unterstufe abwechselnd beides. In der Mittelstufe wollte ich BWL oder Management studieren, in der Oberstufe dann Buchwissenschaften oder Germanistik.

Wenn nichts mehr schief geht bzgl. des Abiturs werde ich ab Oktober Angewandte Informatik studieren.

Viele Schüler wissen auch kurz vor dem Schulabschluss noch nicht, welchen Beruf sie später ausüben möchten. Leider mangelt es oft an Unterstützung und an Übersichtlichkeit des Angebots.

Helfen soll den Schülern der Berufsberater. Viele meiner Mitschüler sagten mir, dass man sich die Zeit sparen kann – es bringt sowieso nichts. Ehrlich gesagt habe ich ihnen erst nicht geglaubt. Also habe ich einen Termin beim Berater ausgemacht und hoffte auf brauchbare Tipps. Ich hätte wirklich auf die Anderen hören sollen! Es war zwar ein nettes Gespräch, aber die Aussage „Mit den Noten können sie alles machen“ brachte mich nicht wirklich weiter. Meine Noten kann ich mir auch daheim anschauen und ich weiß selbst, in welchen Fächern ich gut oder schlecht bin.

Auch in der Schule haben wir kurz über die Berufswahl gesprochen. Was ich davon mitnehmen konnte waren Internetadressen für Online-Berufswahltests. Daheim probierte ich diese aus… Das Ergebnis was nicht gerade zufriedenstellend. Die Vorschläge für Studiengänge waren genauso unterschiedlich wie unbrauchbar – ich hatte nicht vor das Fach, das mir am allerschwersten fällt, zu studieren.

Letztendlich bleibt den Schülern noch die Möglichkeit im Internet oder in dem grünen Buch der Arbeitsagentur die Studiengänge (oder Ausbildungen) durchzuschauen. Leider mangelt es dabei oft an Übersichtlichkeit. Beispielsweise werden gleiche oder ähnliche Studiengänge an verschiedenen Hochschulen oft sehr unterschiedlich betitelt. Das macht die Suche nach dem richtigen Studium an der richtigen Hochschule zwar schwerer, aber  es gilt: Nicht aufgeben! Irgendwann findet man das Richtige!