Weihnachtszeit in München

Es ist Samstag kurz vor Weihnachten. In der Stadt liegt viel Schnee, aber heute regnet es. Alles ist rutschig, matschig, grau. Aber das hält die Menschenmassen nicht ab sich ins Getümmel zu stürzen.

Ich bin mittendrin. Eigentlich wollte ich nur eben eine neue Hose kaufen gehen – aber letztendlich ist daraus ein kleines Abenteuer geworden. Auf dem Weg zu meinem liebsten Hosenhändler treffe ich auf eine Gruppe von Anonymous – stilecht mit Maske und dazu passend noch Nikolausmützen. Beim ersten Mal vorbeigehen hab ich einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen und als ich das zweite Mal (Rückweg) vorbei lief und den Flyer mit den Worten „Den hab ich schon“ ablehnte, hat man mir Gummibärchen geschenkt – richtig freundliche Leute sind das 🙂

Beim Hosen-Kauf habe ich ein Handtuch geschenkt bekommen. Yupiee das erste Weihnachtsgeschenk 🙂 Danach bin ich weiter in die Stadt: erst auf den Mittelaltermarkt am Odeonsplatz. Der Markt ist wirklich zu empfehlen, wirklich schön gemacht und definitiv einen Besuch wert.

München zur Weihnachtszeit ist noch mehr überlaufen als sonst, es ist ein Gedränge in der ganzen Stadt. Das gefällt mir nicht so gut, aber dafür ist das Angebot und die Stimmung in der Stadt super. Außerdem gibt es Ecken, die nicht so voll sind.

Ein schöner Abschluss meines Tages in München war, dass sich ein Kerl gefreut hat, dass ich ihm mit Hilfe meines Smartphones den Weg zur TU erklärt habe. Am Ende hat er sich bestimmt fünf mal bei mir bedankt und mir einen schönen Abend gewünscht. Wenn man der Welt ein Lächeln schenkt, dann kriegt man es auch zurück… In diesem Sinne: Euch allen ein schönes Weihnachtswochenende!

Tschüß Stuttgart. Hallo München!

Gestern nahm meine Prüfungsphase ein jähes Ende. Nicht gewollt, nicht von mir verschuldet – sondern vom Dozenten. Leider hatte er uns vergessen und deshalb fiel die letzte Prüfung aus. Oder besser ausgedrückt: die Prüfung wurde verschoben. Zeitnah soll sie nachgeschrieben werden.

Da folgt schon das nächste Dilemma. Manche meiner Kommilitonen sind ab Montag im Ausland, andere ab Januar oder Februar für „a semester abroad“. Wie soll da ein für alle passender Termin gefunden werden?!? 

Auch ich packe meine Koffer und verlasse Stuttgart für die nächste Zeit. Mir fällt der Abschied schwer – ich habe hier viele Freunde gefunden und fühle mich dadurch sehr wohl und auch „daheim“. Jetzt wartet auf mich eine andere Großstadt – München, um genau zu sein. 

Irgendwie haben wir gestern noch das Ende der Prüfungsphase gefeiert und auch die ausgefallene Prüfung. Die Party habe ich um kurz vor 12 verlassen, weil meine Koffer noch nicht fertig gepackt waren und der Aufbruch naht. Schweren Herzens verlasse ich nun Stuttgart… und freue mich auf das Wiedersehen mit allen, die ich jetzt mindestens drei Monate nicht mehr sehen werde. Tschüß Stuttgart. Hallo München! 

Wenn man von Apple verapplet wird

Letztens war ich noch begeistert vom Service von Apple an der Genius Bar in Sindelfingen. Leider hat sich dieser Eindruck sich in Schall und Rauch aufgelöst.

Es begann damit, dass ich mein MacBook zur Reparatur abgegeben habe und trotz Termin 45 Minuten auf einen Mitarbeiter warten musste, der das Gerät angenommen hat. Andere Kunden wurden stattdessen gleich von mehreren Mitarbeitern betreut und es standen Verkäufer im Laden herum  – aber alle waren nicht befugt, das Gerät anzunehmen. Terminplanung war da wohl nicht so gut.

Als ich mein MBP nach den versprochenen 3-5 Tagen abgeholt habe, wurde ich zwar höflich aber nicht gerade freundlich behandelt. Man gab mir das MacBook – kein Wort zur Reparatur oder so – und lies mich zahlen. Meine Frage zu meinem iPad wurde schnell abgehandelt (und zwar nicht zufriedenstellend).

Jetzt musste ich leider auch noch feststellen, dass mein MacBook immer noch den Mangel aufweist, weshalb ich es überhaupt zur Reparatur gebracht hatte. Mich hatte schon stutzig gemacht, dass der linke Lüfter ausgetauscht wurde, obwohl die Geräusche von der rechten Seiten kamen, aber ich bin ja nicht der Profi. Die wohl auch nicht.

Ich musste 4 Mal beim Apple Store in Sindelfingen anrufen, um endlich einen Mitarbeiter ans Telefon zu bekommen. Zwei Mal wurde nach der Bandansage einfach aufgelegt. Meine Frage wurde leider nicht beantwortet, der Mitarbeiter hatte keine Ahnung (hat er selbst gesagt) und gemeint, ich solle einen Termin ausmachen und mit den Kollegen an der Genius Bar diskutieren. Er gab widersprüchliche Aussagen von sich und war offensichtlich froh, als er mich los hatte. So einfach wird man mich aber nicht los und ich habe in München angerufen. Da war alles kein Problem. Die Dame, die ich zunächst als Gesprächspartnerin hatte, gab gleich offen zu, dass sie das nicht weiß und hat mich an den entsprechenden Kollegen weiterverbunden.

Endlich bei Apple Care und einem kompetenten Mitarbeiter angelangt half man mir weiter. Nachdem ich gesagt habe, dass ich mit dem Apple Store in Sindelfingen leider nicht zufrieden bin, hat mir der freundliche Mitarbeiter geraten ich solle doch zu einem autorisierten Apple-Provider gehen. Zudem war er erstaunt, dass ich in einem Apple  Store war und man mir nicht helfen konnte. Der Mitarbeiter konnte mir genaue Daten und Fakten nennen und ich habe endlich alles Erfahren, was ich wissen wollte.

Danke an den Apple Store München für die Auskunft! Der Apple Store in Sindelfingen hingegen sollte nachbessern – guter Service geht definitiv anders.

Kultur pur: Hammershoi Ausstellung in München

Kennt ihr die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München? Nein? Dann wird’s aber Zeit! Und am allerbesten besucht ihr sie bis zum 16. September mal! Denn bis dahin ist noch die Ausstellung „Hammershoi und Europa“ aktuell und zu bewundern.

Aber wer ist überhaupt Hammershoi? Vilhelm Hammershoi ist ein dänischer Künstler, der von 1864 bis 1916 unter den Lebenden weilte. Und er gilt als der wichtigste dänische Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts! Meiner Meinung nach ist das durchaus gerechtfertigt. Hammershoi hat seinen ganz eigenen Stil und ich bewundere seine Bilder, die sich auf das wesentliche konzentrieren und auf wenige Farben beschränken.

Rilke entdeckte den dänischen Künstler für sich und äußerte sich wie folgt über ihn:

Hammershoi ist nicht von denen, über die man rasch sprechen muss. Sein Werk ist lang und langsam und in welchem Augenblick man es auch erfassen mag, es wird immer voller Anlass sein, vom Wichtigen und Wesentlichen in der Kunst zu sprechen.

Es ist wundervoll in die Bilder Hammerhois einzutauchen, sich in die Situation hineinzudenken, sich als Teil des dargestellten Raumes zu fühlen. Die klaren Strukturen und vielen Grautöne lassen einen eigene Interpretation zu und Raum für Fantasie offen. Nüchterne Landschaften, einzelne Personen und menschenleere Städte gehören zu den immer wiederkehrenden Motiven und machen die Werke des Künstlers aus. Ich jedenfalls habe mich in seine Bilder verliebt und mir als Andenken den Ausstellungskatalog gleich mitgenommen (der übrigens vor Ort nur 25€ kostet und somit 15€ billiger ist als anderswo).

Außerdem gibt es eine App zur Ausstellung – die Basisversion ist kostenlos und beinhaltet ein erstes Kapitel über Hammershoi. Die weiteren Kapitel sind zu jeweils 0.79€ zu erwerben oder als Komplettpaket für 2.99€. Die App gibt es für iPhone, iPod Touch und iPad. Sie ist gut strukturiert und schön aufgemacht – ich habe mir das Gesamtpaket gekauft und finde insbesondere die Bildergalerie super. Es können 40 Bilder bis ins kleinste Detail betrachtet werden. Sie ist eine gute Alternative zum Ausstellungskatalog – bzw. die „kleine Version des Ausstellungskatalogs“…

Wer also Zeit und Lust hat, sollte die 10€ Eintritt (5€ ermäßigt) investieren und sich die Ausstellung anschauen. Montags ist der Eintritt übrigens günstiger und jeder zahlt den halben Preis! Und da die Kunsthalle mitten in der Münchner Innenstadt liegt (sie ist ein Teil der Fünf Höfe), kann man danach auch noch gemütlich einen Stadtbummel machen 😉

Und hier gibts es übrigens noch mehr Informationen zur Ausstellung!